Europlatz: Verräterisches Ziel
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Europlatz : Verräterisches Ziel Gastbeitrag Von Von Jörg Krämer26.05.2026, 10:41Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenDie EU will die Industrie unterstützen.dpaDie EU will den Anteil der Industrie an der gesamten Wirtschaft wieder erhöhen. Das klingt gut, lässt sich letztlich aber nur mit Zwang erreichen. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Auf den ersten Blick klingt das Ziel der EU-Kommission positiv. Mithilfe eines sogenannten Industrie-Beschleunigungsgesetzes will sie den Anteil der gebeutelten Industrie an der gesamten Wirtschaft wieder erhöhen – von zuletzt 14 auf 20 Prozent im Jahr 2035. Das bringe mehr gut bezahlte Jobs und technischen Fortschritt. Aber das ambitionierte Ziel von 20 Prozent lässt sich letztlich nur mit Zwang erreichen und verrät eine dirigistische Geisteshaltung.Eines vorweg: Die Industrie hat gerade in Deutschland große Probleme. So ist die Produktion energieintensiver Industrien seit Beginn des Ukrainekriegs um 15 Prozent eingebrochen. Um das zu ändern, braucht es allerdings kein EU-Gesetz, sondern eine andere Energiepolitik in Deutschland. Und um gegen subventionierte chinesische Exporte vorzugehen, unter denen unsere Industrie seit einiger Zeit ebenfalls leidet, kann die EU Anti-Dumping-Zölle verhängen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Aber der EU geht es um viel mehr als die Verhinderung von Dumping oder zu hohen Energiekosten. Sie will den jahrzehntelangen Trend hin zu einem sinkenden Industrieanteil umkehren, obwohl er weitgehend Ausdruck einer natürlichen wirtschaftlichen Entwicklung ist:Letztlich läuft es auf staatlichen Zwang hinausErstens fragen die Menschen mit steigendem Wohlstand Dienstleistungen stärker nach als Konsumgüter, die die Industrie herstellt. Haben Menschen ihre grundlegenden materiellen Bedürfnisse gestillt, verschiebt sich ihre Nachfrage hin zu höheren Bedürfnissen wie Bildung, Gesundheit oder Freizeitgestaltung, die von Dienstleistungsunternehmen...





