EU-Beitrittskandidaten: Wer hat Angst vor Montenegro?
•EU-Beitrittskandidaten : Wer hat Angst vor Montenegro?Von Michael Martens, Wien12.04.2026, 12:16Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEU-Ratspräsident Antonio Costa (links) und EU-Kommissionspräs...
•Montenegro hofft darum, als Tandem mit Island beizutreten.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In Deutschland und Österreich wird eine mögliche Erweiterung der Europäischen...
•Umfragen von Eurobarometer, dem Meinungsforschungsinstrument der EU, zeigen das regelmäßig.
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EU-Beitrittskandidaten : Wer hat Angst vor Montenegro?Von Michael Martens, Wien12.04.2026, 12:16Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenEU-Ratspräsident Antonio Costa (links) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (rechts) begrüßen den Präsidenten Montenegros, Jakov Milatovic, auf dem Westbalkan-Gipfel 2025.EPAIn Österreich und Deutschland dominiert Skepsis gegenüber EU-Erweiterungen – wenn es sich um Balkanstaaten handelt. Montenegro hofft darum, als Tandem mit Island beizutreten.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In Deutschland und Österreich wird eine mögliche Erweiterung der Europäischen Union mehrheitlich abgelehnt. Umfragen von Eurobarometer, dem Meinungsforschungsinstrument der EU, zeigen das regelmäßig. Eine im September 2025 veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage dazu ergab zwar EU-weit eine Mehrheit von 56 Prozent Zustimmung für die Aufnahme weiterer Mitglieder in die EU, doch in Deutschland und Österreich waren die Befürworter mit 49 beziehungsweise 45 Prozent in der Minderheit.Noch geringer war die Zustimmung in der Tschechischen Republik und Frankreich, wo jeweils nur 43 Prozent der Idee zustimmten, zusätzliche Staaten in die EU aufzunehmen. Die Ablehnung hat auch mit dem schlechten Ruf der Beitrittskandidaten zu tun. Abgesehen von der Türkei, die nur noch auf dem Papier den Kandidatenstatus hat und in der Erweiterungsdebatte seit Jahren keine Rolle mehr spielt, handelt es sich bei allen beitrittswilligen Staaten um osteuropäische Länder: sechs am Westbalkan sowie die Republik Moldau, die Ukraine und Georgien, das derzeit ebenfalls kein ernsthafter Kandidat mehr ist.In allen diesen Staaten liegt die Wirtschaftsleistung unter dem Durchschnitt der jetzigen Mitglieder. Das ruft nicht nur in Österreich und Deutschland wenig Begeisterung hervor. Die Bewerber werden als Kostgänger gesehen, als „Nehmerstaaten“, die nichts beitragen. Das ist ungerechtfertigt, aber eine Tatsache der öffentlichen Wahrnehmung.Dabei kann e...المصدر: FAZ | Source: FAZ
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