Es geht um Parlamentssitze: Elf Tote bei Unruhen im pakistanischen Teil Kaschmirs
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Es geht um Parlamentssitze : Elf Tote bei Unruhen im pakistanischen Teil KaschmirsVon Friederike Böge, Istanbul10.06.2026, 12:55Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenPakistanische Sicherheitskräfte am Sonntag in der Stadt MuzaffarabadEPAIm von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs wachsen vor der Lokalwahl die Spannungen. Islamabad stellt eine weitere Protestbewegung unter Terrorverdacht.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Sechs Wochen vor der geplanten Lokalwahl im pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs wachsen die politischen Spannungen in der Region. Bereits am Sonntag wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei in der Stadt Rawalakot laut späteren Medienberichten mindestens elf Personen getötet und 70 weitere verletzt.Hintergrund der Unruhen ist ein Streit um zwölf der 53 Sitze im Lokalparlament. Die Sitze sind seit dem Jahr 1960 für Abgeordnete reserviert, die Flüchtlinge aus dem indisch verwalteten Teil Kaschmirs repräsentieren sollen. Pakistan unterstreicht damit gegenüber dem Erzfeind Indien seinen Territorialanspruch auf die gesamte Kaschmirregion. Die Abgeordneten leben aber außerhalb der Bergregion in verschiedenen Teilen Pakistans. Kritiker argumentieren, dass das politische Establishment in Islamabad die Sitzvergabe missbrauche, um Einfluss auf die Regierungsbildung in der teilautonomen Region zu nehmen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Ein lokales Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen, das Joint Awami Action Committee, wurde vergangene Woche verboten, nachdem es für diese Woche zu Protesten und einem Generalstreik aufgerufen hatte. Das Bündnis fordert die Abschaffung der reservierten Sitze. Die Lokalregierung begründete das Verbot mit einem angeblichen Terrorismusverdacht und warf der Organisation die Verbreitung von Hass und Unsicherheit vor. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete das Verbot als „unverhä...





