Entgelttransparenz: Gerichte können keine Lohnpolitik betreiben
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Entgelttransparenz : Gerichte können keine Lohnpolitik betreiben Ein Kommentar von Katja Gelinsky, Berlin09.06.2026, 13:51Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenMännliche Models verdienen weitaus weniger.Lohnfindung und Lohnverhandlung werden immer stärker zu einem fremdgesteuerten Prozess durch die Politik und die Gerichte. Das ist alarmierend. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Im Profifußball werden Männer deutlich besser bezahlt als Frauen. Umgekehrt ist es in der Modebranche: Weibliche Spitzenmodels verdienen deutlich mehr als ihre Kollegen. Grund dafür ist der Markt: Mit Männerfußball und Damenbekleidung lässt sich mehr Geld verdienen als mit Frauenfußball und Männermode. Dieses Marktargument sollte in einer marktwirtschaftlichen Ordnung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber ob es künftig noch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen rechtfertigt, ist ungewiss. Die neue europäische Regulierung im Kampf gegen Lohndiskriminierung lässt diese zentrale Frage offen.An diesem Sonntag endete die Frist für die EU-Mitgliedstaaten, die europäischen Vorgaben ins nationale Recht zu überführen. Deutschland hat die Frist, wie so viele andere EU-Staaten, gerissen. Während Schwarz-Rot noch über das Umsetzungsgesetz streitet, lässt sich bereits sagen: Obwohl Unternehmen hierzulande dringend mehr Freiheit für ihre Wettbewerbsfähigkeit brauchen, werden Lohnfindung und Lohnverhandlung immer stärker zu einem fremdgesteuerten Prozess durch die Politik und die Gerichte.Mehr zum ThemaFAZ+Die KarrierefrageKann ich meinen Chef bald dazu bringen, mir mehr zu zahlen?





