Ein Fan gibt auf: Warum ich 1860 München nicht mehr ertrage
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Ein Fan gibt auf : Warum ich 1860 München nicht mehr ertrage Gastbeitrag Von Rainer Moritz05.06.2026, 20:26Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenLeidensfähig, aber nicht grenzenlos: Fans des TSV 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße.dpaAdieu, ihr Löwen: Ein leidgeprüfter wahrer Fan des TSV 1860 München kündigt nach dessen Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern seinem Verein nun doch die Treue.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Wann es begann, kann ich genau sagen. Am 28. Mai 1965 kauerte ich im unschuldigen Alter von sieben Jahren vor dem Fernseher und verfolgte hoch erregt das Endspiel im Europacup der Pokalsieger: West Ham United gegen den TSV 1860 München. Auch wenn die Engländer das Spiel mit 2:0 gewannen, war von diesem Moment an klar, wem mein Fußballherz gehören würde: den Sechzgern, den Löwen. Für immer und ewig, dachte ich. Ein Jahr später reckten die begnadeten Radenkovic, Brunnenmeier, Grosser und Rebele die Meisterschale in den weiß-blauen bayerischen Himmel und hatten den verhassten FC Bayern hinter sich gelassen.Radi Radenkovic, dem sangesstarken, brillanten, in Schwarz gekleideten Torwart, eiferte ich auf den Bolzplätzen meiner Jugend nach, und ganz sicher war ich mir, dass ich mit meinem Club noch viele goldene Zeiten erleben würde. Ein jugendlicher Irrglaube, denn die folgenden Jahrzehnte bescherten mir Erniedrigungen und Beleidigungen am laufenden Band. Ich erlebte windige Präsidenten, irrwitzige Trainer, unfähige Spieler und Durststrecken, die kein Ende zu finden schienen. Ab und zu blitzte Hoffnung auf, als Werner Lorant die Mannschaft coachte, als man in wunderbaren Relegationsspielen Arminia Bielefeld niederrang oder mit dem prachtvollen Mittelstürmer Ferdi Keller sogar einen Zweitligaspieler für Helmut Schöns Nationalelf abstellte. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Was ein wahrer leidgeprüfter Fan istDer Mensch wächst im Verlust, heißt es, und mit...


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