Der neue Seethaler: Was für ein Abgang, wenn das sein letztes Buch sein soll
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Der neue Seethaler : Was für ein Abgang, wenn das sein letztes Buch sein sollVon Andreas Platthaus29.04.2026, 18:00Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenDie Ruhe vor dem Sturm: Robert Seethalers neuer Roman beginnt mit einem Schuss auf eine Taubenschar auf den Dächern über der Heidestraße.dpaEine literarische Fremdenführung auf engstem Stadtraum und mit augenöffnender Präzision der Stimmen: Robert Seethalers neuer Roman „Die Straße“. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Ein neuer Seethaler – das ist für Buchhandel und Publikum seit anderthalb Jahrzehnten regelmäßig ein Fest. Seit dem Überraschungserfolg mit „Der Trafikant“ brachte der 1966 geborene Robert Seethaler in jeweils drei- bis vierjährigem Abstand weitere Romane heraus: „Ein ganzes Leben“ (Seethalers internationaler Durchbruch), „Das Feld“, „Der letzte Satz“, zuletzt 2023 „Das Café ohne Namen“ – jeder ein Bestseller. Nun kommt „Die Straße“, und von dem notorisch öffentlichkeitsscheuen Seethaler selbst ist zu hören, es könne sein letztes Buch sein. Sollte dem tatsächlich so sein, hätte sich der österreichische Schriftsteller und Schauspieler, der seit Langem in Berlin lebt, einen grandiosen Abgang verschafft.Denn „Die Straße“ bietet noch einmal ganz Neues, obwohl Handlung und Stil altvertraut wirken. Wie auch so manches Detail, etwa eine Kneipe namens „Zum goldenen Mond“, die schon im Vorgängerroman einen Auftritt hatte, wo sie die Kulisse für die Begegnung mit einem ehemaligen Seethaler-Protagonisten bot: Kurt Dvorczak, einem der beiden Titelhelden aus dem Debütroman „Die Biene und der Kurt“ (2006). Dvorczak sorgt im schillernden Elvis-Outfit für Retromusikunterhaltung auf Volksfesten, und nun kehrt er im neuen Buch ein drittes Mal zurück, wenn auch diesmal namenlos und wie aus dem Off: „Hinter der Bühne schlüpfen schon die Musiker in ihre strahlend weißen, über und über mit silbernen Pailletten und bunten Steinchen bestickten Showanzüge“ – aber das ist eben Heartbreakin’ Kurt, wie er schon...





