Der Fall Fernandes/Ulmen - Was die Debatte über uns als Gesellschaft sagt
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Der Fall Fernandes/Ulmen: Warum diese Debatte so viel über uns als Gesellschaft erzähltDie Vorwürfe von Collien Fernandes (44) gegen Christian Ulmen (50) rüttelten die Gesellschaft auf Foto: IMAGO/BerlinfotoKatharinaRenderLaura KrimmerJennaMüller04.04.2026 - 20:04 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenDer Tag im März, als das Thema „Gewalt an Frauen“ unsere Gesellschaft kollektiv aufschreckte, war nicht der 11. März, als BILD die vertuschte Gruppenvergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens in einem Jugendclub in Berlin-Neukölln öffentlich machte. Es war auch nicht der 9. März, an dem ein ehemaliger Mitarbeiter der Uni Freiburg, der über Jahre 800 Frauen heimlich in intimsten Momenten gefilmt hatte, zu einer milden Bewährungsstrafe verurteilt wurde und auch noch eine Entschädigung seines Arbeitgebers erhielt. Nein, es war Donnerstag, der 19. März, als der „Spiegel“ schrieb, dass Collien Fernandes ihrem Mann Christian Ulmen „virtuelle Vergewaltigung“ vorwirft. Als da auf einmal zwei lieb gewonnene Promi-Gesichter auftauchten, denen wir sogar beim Durchfall-Talk in der Werbung gern zuhörten. Bei diesen beiden, die als richtig lustig und richtig modern galten, soll es Schläge, psychische und digitale Gewalt gegeben haben?! Deutschland rieb sich die Augen: Kann das wirklich sein?!Die Realität: Gewalt ist Alltag, nicht AusnahmeDer „Spiegel“ hob die Geschichte auf eine Meta-Ebene der strukturellen Gewalt gegen Frauen. Auch wir bei BILD, die wir im November ein Schwerpunktthema „Gegen Gewalt an Frauen“ gestartet hatten, griffen die Vorwürfe auf, um mehrfach auf die flächendeckende Gewalt hinter den Anschuldigungen im Fall Fernandes hinzuweisen. Etwas, das angesichts von schwelenden Debatten um Pelicot und Epstein und ob der enormen Zahlen zu Gewalt an Frauen relevant ist. Ob auf der Straße oder im Netz: Die Vorwürfe von Collien Fernandes ließen niemanden kaltFoto: IMAGO/Beautiful SportsHohe Dunkelziffer2024 wurden in Deutschland rund 265.000 Menschen Opfer häusliche...





