„Da war viel Blut“: Neunjährige muss im Prozess um Mord an ihrer Mutter aussagen
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„Da war viel Blut“ : Neunjährige muss im Prozess um Mord an ihrer Mutter aussagen13.04.2026, 15:35Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenErmittlungs- und Prozessakten liegen im Schwurgerichtssaal des Landgerichts hinter der Richterbank. (Archivbild)dpaEin Mädchen wird von den tödlichen Schüssen auf seine Mutter aus dem Schlaf gerissen. Nun berichtete die Neunjährige vor Gericht mit klaren Worten von der Tatnacht.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Ein neun Jahre altes Mädchen hat vor dem Landgericht Augsburg in öffentlicher Verhandlung über den Mord an ihrer Mutter sprechen müssen. Das Kind wurde per Video aus einem Nebenraum in den Sitzungssaal zugeschaltet, Zuschauer wurden dafür nicht ausgeschlossen.Sie konnten die Neunjährige zwar nicht sehen, aber hören, wie sie beeindruckend ruhig die letzten Stunden mit ihrer Mutter schilderte. Etwa einen Knall, der sie aufweckte, und dann „wie Mama geblutet hat“. „Da war übelst viel Blut auf dem Boden“, sagte das Mädchen. „Ich hab’ dann Mamas Handy genommen, Oma angerufen und gesagt, dass Mama in Ohnmacht gefallen ist, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll.“ Als die Schüsse fielen, habe sie sich auf ihren kleinen Bruder gelegt, um ihn zu schützen.Vor Gericht steht ein 29 Jahre alter Mann, der die Frau im Mai vergangenen Jahres in deren Wohnung mit vier Kopfschüssen getötet haben soll. Der Angeklagte, der sich zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen ihn äußerte, hatte selbst zwar kein enges Verhältnis zu der 30-Jährigen, ist aber der Ziehsohn des Mannes, mit dem das Opfer bis kurz vor der Tat eine etwa fünfjährige Beziehung hatte. Aus dieser Beziehung gingen zwei gemeinsame Kinder hervor. Die Neunjährige, die nun aussagen musste, stammt aus einer früheren Beziehung der Frau.Partnerschaft von „Kontroll- und Eifersucht“ geprägtNach Angaben der Ermittler war die Partnerschaft von der „Kontroll- und Eifersucht“ des Mannes geprägt. Danach soll der Ziehvater den Angeklagten wie einen Detektiv...


