Chancenmonitor: „Jungen haben deutlich geringere Bildungschancen als Mädchen“
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Chancenmonitor : „Jungen haben deutlich geringere Bildungschancen als Mädchen“Von Heike Schmoll, Berlin28.04.2026, 16:21Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenErstklässler bei der Einschulung in WuppertaldpaEine Studie des Ifo-Instituts zeigt eine große Kluft bei den Bildungschancen zwischen Jungen und Mädchen. Was könnte dagegen getan werden?Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In den sechziger Jahren war es das sprichwörtliche katholische Mädchen vom Lande, das die größtmögliche Bildungsbenachteiligung verkörperte. Heute sind es Jungen. Sie kommen seltener aufs Gymnasium als Mädchen, sie lesen deutlich schlechter und sind inzwischen auch bei den Studienanfängern in der Minderheit. Das geht aus dem sogenannten Chancenmonitor des Ifo-Instituts hervor.Im Durchschnitt besuchten 40,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen ein Gymnasium. Von den Jungen waren es aber nur 36,9 Prozent, bei Mädchen hingegen 43,5 Prozent. „Jungen haben also deutlich geringere Bildungschancen als Mädchen“, schreiben die Forscher. Besonders groß sind die Unterschiede in Familien mit niedrigem Einkommen. In der höchsten Einkommensklasse nivellieren sie sich.Daten von 68.000 Kindern und JugendlichenDie Wissenschaftler werteten für die Studie in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Ein Herz für Kinder“ im Auftrag der „Bild“-Zeitung Daten von knapp 68.000 Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren aus dem Mikrozensus 2022 aus. Berücksichtigt wurden der Bildungsstand der Eltern, das Haushaltseinkommen, der Migrationshintergrund und die Frage, ob ein Elternteil allein erzieht.Eine ähnliche Studie gab es schon 2023 auf Basis von Daten von 2019. Die damalige Erkenntnis, dass die Kinder von Gutverdienern mit Abitur viel häufiger den Sprung aufs Gymnasium schaffen, bestätigte sich. Bei Kindern von Eltern ohne Abitur und mit einem Haushaltseinkommen von unter 2750 Euro netto liegt die Wahrscheinlichkeit, aufs Gymnasium zu gehen, nur bei 16,9 Prozent. Bei 80,3 Prozent li...





