Brandmauer-Koalitionen: Erst die Partei, dann das Land?
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Brandmauer-Koalitionen : Erst die Partei, dann das Land? Ein Kommentar von Tim Niendorf04.05.2026, 06:45Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenBisheriger und künftiger Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz: Alexander Schweitzer (SPD) und Gordon Schnieder (CDU)dpaDie AfD zwingt Wahlsieger zu ungewöhnlichen Zugeständnissen an ihre Koalitionspartner. Das lässt sie wie Wahlverlierer aussehen. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Wahlsieger sehen neuerdings wie Wahlverlierer aus. Die SPD konnte der Union nach der Bundestagswahl trotz Verlusten im Koalitionsvertrag viel abverlangen. In Rheinland-Pfalz bekommt sie jetzt ein Fachministerium mehr als die CDU. Die wiederum künftig in Baden-Württemberg eines mehr als die Grünen.Die Zweitplatzierten stehen gut da. Das liegt an der immer stärker werdenden AfD und der gegen sie gezogenen Brandmauer. Denn ist nur noch eine Koalition ohne diese möglich, muss der große dem kleinen Partner ungewöhnliche Zugeständnisse machen. Wählerenttäuschung kann die Folge sein.Mag die Postenverteilung in Baden-Württemberg noch mit der gleich großen Fraktionsstärke der beiden Koalitionäre begründbar sein, so entsteht doch immer häufiger der Eindruck, es gelte: erst die Partei, dann das Land. Dabei predigen Politiker nicht selten das Gegenteil.Mehr zum ThemaRheinland-PfalzDie SPD freut sich über den eigenen Verhandlungserfolg





