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Biennale in Venedig: Jury tritt geschlossen zurück

العالم
Der Spiegel
2026/04/30 - 18:46 502 مشاهدة
Wenige Tage vor Beginn Jury der Biennale in Venedig tritt geschlossen zurück Die Biennale in Venedig gilt als eine der wichtigsten Kunstschauen der Welt. Kurz vor Beginn tritt die Jury nun geschlossen zurück – wegen eines Streits über die Teilnahme von Israel und Russland. 30.04.2026, 20.46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Russischer Pavillon in Venedig Foto: Antonio Calanni / AP Die Kunstbiennale von Venedig, eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, kommt nicht zur Ruhe. Neun Tage vor Beginn der Ausstellung in der italienischen Lagunenstadt hat die internationale Jury geschlossen ihren Rücktritt erklärt. Wegen der Beteiligung Russlands an der Biennale trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine gibt es seit Monaten Streit. Zudem geriet die Jury vergangene Woche in die Kritik, weil sie Russland und Israel von der Vergabe der Biennale-Preise ausschloss. Die fünfköpfige Jury hatte am 23. April angekündigt, »zur Verteidigung der Menschenrechte« keine Werke aus Ländern zu berücksichtigen, deren Staatschefs vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt sind. Betroffen waren damit faktisch primär die potenziellen Teilnehmerländer Russland und Israel: Der Strafgerichtshof hat Haftbefehle gegen Kremlchef Wladimir Putin wegen des Ukrainekriegs sowie gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu wegen des Gazakriegs erlassen. Die Erklärung wurde von den fünf Mitgliedern der Jury gemeinsam veröffentlicht . Unterzeichnet ist sie von Jurypräsidentin Solange Oliveira Farkas, einer Kunsthistorikerin aus Brasilien, sowie Zoe Butt, Elvira Dyangani Ose, Marta Kuzma und Giovanna Zapperi. Eine nähere Begründung lieferte die Jury zunächst nicht. Laut »New York Times« verwies sie in einer kurzen Mitteilung auf der Kunstplattform e-flux lediglich »in Anerkennung« ihrer Ankündigung vom 23. April auf den Rücktritt. Drohender Rechtsstreit mit israelischem KünstlerDer israelische Bildhauer Belu-Simion Fainaru, der sein Land in Venedig vertritt, hatte die Jury der rassistischen Diskriminierung beschuldigt und mit einer Klage gedroht. Laut  dem Bericht der »New York Times« rief ihn Italiens Kulturminister an, um ihm Unterstützung auszusprechen. Fainaru sagte demnach, er sei froh über den Rückzug der Jury. The boycott of Israeli artist Belu-Simion Fainaru by the International Jury of the Venice Biennale is a contamination of the art world. The political jury has transformed the Biennale from an open artistic space of free, boundless ideas into a spectacle of false, anti-Israeli… — Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) April 26, 2026 Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Deaktivieren Sie Drittanbieter-Inhalte im Privacy-Center Zur Datenschutzerklärung Die Biennale kritisierte den Boykott der Jury nicht und betonte, das Gremium habe in »voller Autonomie und Unabhängigkeit« gehandelt. Erstmals sollen nun die Besucher ihre Favoriten wählen. Die Preise werden zum Ende der Schau am 22. November vergeben. Auch die italienische Regierung kritisiert die Russland-Teilnahme scharf. Die EU-Kommission hatte gedroht, einen Zuschuss von zwei Millionen Euro wieder zu streichen. Am Mittwoch entsandte das italienische Kulturministerium Personal nach Venedig, um nach bürokratischen Fehlern zu suchen, mit denen die Einladung rückgängig gemacht werden könnte. Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco hatte die Einladung verteidigt: Die Schau sei »ein Raum der Koexistenz für den ganzen Planeten«. Offiziell eröffnet wird die sechsmonatige Ausstellung am Samstag kommender Woche. Zuvor sind die Pavillons, die von Künstlern aus verschiedenen Nationen gestaltet werden, für die Fachwelt zu besichtigen. jpe/Reuters Startseite Feedback
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