Beim Einkaufen, in Banken und Restaurants - Misstrauen Sie Ihrem „CO₂-Fußabdruck“!
•Beim Einkaufen, in Banken und Restaurants: Warum Sie Ihrem „CO₂-Fußabdruck“ misstrauen solltenWissenschaftsjournalist Axel Bojanowski (54) von der WELTFoto: Matthias GiordanoAxelBojanowski08.04.2026 -...
•Das ist keine gute Idee.
•Banken verschicken „CO₂-Kontoauszüge“ und berechnen, wie viel Treibhausgas Kunden verursachen.
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Beim Einkaufen, in Banken und Restaurants: Warum Sie Ihrem „CO₂-Fußabdruck“ misstrauen solltenWissenschaftsjournalist Axel Bojanowski (54) von der WELTFoto: Matthias GiordanoAxelBojanowski08.04.2026 - 16:02 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenUm den Klimawandel zu bremsen, soll jeder Bürger seinen „CO₂-Fußabdruck“ verkleinern. Das ist keine gute Idee. Banken verschicken „CO₂-Kontoauszüge“ und berechnen, wie viel Treibhausgas Kunden verursachen. Kantinen kennzeichnen CO₂-Effekte und empfehlen „Klima-Teller“. Fluggesellschaften bieten „CO₂-Rechner“ an, um Kompensationen für Emissionen bei Flügen zu verkaufen.Auch im Supermarkt werden Bürger dazu angehalten, ihren „CO₂-Fußabdruck“ zu verkleinern. Dabei sei die Methode irreführend, warnen Umweltforscher.Es war ein PR-Trick: Anfang der 2000er Jahre prägte der Ölkonzern BP mit einer millionenschweren Kampagne den Begriff „CO₂-Fußabdruck“: Verbraucher sollten ihre täglichen Emissionen messen – von Arbeitsweg bis Einkaufsverhalten. Es folgte Konkurrent Chevrons Werbekampagne: Unter dem Slogan „Schließen Sie sich uns an?“ („Will You Join Us?“) suggerierte der Ölkonzern, Klimaschutz sei die Summe persönlicher Verhaltensänderungen.Auf diese Weise konnten die Unternehmen sich als klimabewusst inszenieren, gleichzeitig vom eigenen Geschäftsmodell mit fossilen Energien ablenken und stattdessen das Augenmerk auf die Verbraucher lenken: Jede Aktivität – vom Autofahren, Fliegen, Essen bis zum Heizen – lässt sich in den Fußabdruck umrechnen.Die Idee geht auf den „ökologischen Fußabdruck“ der Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees von Anfang der 1990er-Jahre zurück, eine Metrik, die persönliche Einflüsse auf die Umwelt darstellen soll. Die Forscher vertraten die Ansicht, die Welt sei „überbevölkert“.Mehr zum ThemaBojanowskis Klima-Kolumne: Wie geht’s dem Klima wirklich?Klarheit in der Klimadebatte, ohne Alarmismus oder Verharmlosung. Jetzt den Newsletter abonnieren.Indes: Trotz einer Verachtfachung der Weltbevö...المصدر: Bild | Source: Bild
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