Ameisen: Bauarbeiter ohne Bauleiter
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Ameisen : Bauarbeiter ohne BauleiterVon Diemut Klärner25.05.2026, 08:03Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenWeberameisen ziehen Blätter zusammen, um ein Nest zu bauen.UllsteinAmeisen errichten komplexe Nester, die zum Teil metergroß sein können. Wie behalten sie dabei den Überblick?Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Anders als viele andere Tiere verstehen sich Ameisen im Wohnungsbau auf Großprojekte. Die Gelbe Wiesenameise zum Beispiel häuft zahlreiche Erdhügel auf, auf denen mit der Zeit auch Pflanzen wachsen. So ist das Insekt geradezu landschaftsverändernd unterwegs. Die Rote Waldameise trägt für den oberirdischen Teil ihres Nests Haufen von Fichtennadeln zusammen, die einen Meter hoch werden können. Die Schwarze Rossameise besiedelt mit Vorliebe die Stämme stattlicher Fichten. In den Bäumen können die Gänge mehrere Meter in die Höhe reichen – es sind verborgene Hochhäuser.Die tropischen Weberameisen leben in den Kronen von Laubbäumen, wo sie Behausungen aus lebenden Blättern bauen. Ihre Völker können bis zu einer halben Million Arbeiterinnen umfassen, verteilt auf etliche Nester, die jeweils bis zu fünfzehntausend Ameisen beherbergen. F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen Wer sorgt für den Überblick?Wenn ein neues Nest gebaut werden muss, etwa weil das alte zerstört wurde oder das Volk so stark gewachsen ist, dass es im alten Nest zu eng geworden ist, ketten sich Arbeiterinnen der Weberameisen aneinander, um als lebendige Werkzeuge einzelne Blätter zu verbiegen und mit anderen in Kontakt zu bringen. An der Kontaktstelle der Blätter benutzen sie Seide aus den Drüsen von Ameisenlarven dazu, die zurechtgebogenen Blätter dauerhaft miteinander zu verbinden.Das Erstaunliche an dieser Bautätigkeit ist, dass jede einzelne Ameise nur lokale Informationen sammeln kann, in Teamarbeit aber dennoch ein annähernd kugeliges, mechanisch stabiles Bauwerk entsteht. Doch wie kann das gelingen, ganz oh...





