Zwischen Emotion und Investment - Warum Käufer für Kunst Millionen zahlen
•Zwischen Emotion und Investment: Warum Käufer für Kunst Millionen zahlenBesucher stehen vor Leonardo da Vincis Gemälde „Salvator Mundi“ im Auktionshaus Christie’s.
•Im November 2017 wurde es für 383,6 Millionen Euro versteigertFoto: dpaJillArlitt09.04.2026 - 14:39 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen„Das hätte ich doch auch malen können.“ Dieser Gedank...
•Gefolgt von: „Und dafür ein paar Tausend Euro oder Millionen?“ Preise auf dem Kunstmarkt wirken bisweilen absurd.
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Zwischen Emotion und Investment: Warum Käufer für Kunst Millionen zahlenBesucher stehen vor Leonardo da Vincis Gemälde „Salvator Mundi“ im Auktionshaus Christie’s. Im November 2017 wurde es für 383,6 Millionen Euro versteigertFoto: dpaJillArlitt09.04.2026 - 14:39 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen„Das hätte ich doch auch malen können.“ Dieser Gedanke stellt sich erstaunlich oft ein, wenn man vor einem Kunstwerk steht. Gefolgt von: „Und dafür ein paar Tausend Euro oder Millionen?“ Preise auf dem Kunstmarkt wirken bisweilen absurd. Der Direktor Thomas Köhler (60) von der Berlinischen Galerie versucht, sie zu erklären.Zunächst räumt Köhler mit einer naheliegenden Annahme auf: Kunst sei nicht deshalb teuer, weil sie schwer herzustellen ist. „Ich habe großen Respekt vor künstlerischen Tätigkeiten“, sagt er. „Aber der Preis eines Werkes hat am Ende wenig mit Material oder Aufwand zu tun.“ Jedem Werk gehe ein Prozess voraus – eine Auseinandersetzung, oft auch eine Krise. Kunst sei Ausdruck von Haltung und Perspektive.Thomas Köhler leitet seit 2010 die Berlinische Galerie. Der Kunsthistoriker arbeitete zuvor unter anderem am Museum für Moderne Kunst Frankfurt und am Whitney Museum in New York.Thomas Köhler (60) ist Direktor der Berlinischen Galerie in BerlinFoto: Harry SchnitgerMillionenpreise und ihre LogikDoch wie lässt sich erklären, dass Werke wie „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci für rund 383,6 Millionen Euro oder das „Bildnis Elisabeth Lederer“ von Gustav Klimt für mehr als 204 Millionen Euro verkauft werden? „Solche Summen bewegen sich fast schon im Reich der Märchen“, sagt der Kurator – und dennoch kommen sie zustande.„Kunst ist ein Statussymbol. Die Einzigartigkeit des Kunstwerks geht auf den Besitzer über“, so Köhler. „Es löst eine Emotion aus und lässt einen Zauber entstehen.“ Und dieser Zauber führt dazu, dass Menschen bereit sind, Preise zu zahlen, die rational kaum zu rechtfertigen sind. Wer kauft, kauft nicht nur ein Objekt, sondern ein Gefü...المصدر: Bild | Source: Bild
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