Waldbrand in Bayern: Bundeswehr löscht am Saurüsselkopf aus der Luft
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Brand in den Chiemgauer Alpen Bundeswehr löscht am Saurüsselkopf aus der Luft Noch immer lodern die Flammen hoch oben am bayerischen Saurüsselkopf, selbst dem örtlichen Bürgermeister wird »mulmig«. Nun sollen die Streitkräfte mit Hubschraubern helfen, den Waldbrand in den Griff zu bekommen. 05.05.2026, 03.43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Brand am Saurüsselkopf (Foto vom 4. Mai) Foto: Gabriel Neumayr / dpa Das anhaltende warme und trockene Wetter erhöht die Waldbrandgefahr in Deutschland erheblich. An zahlreichen Stellen sind bereits Feuer ausgebrochen, dazu zählt der Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen. Dort soll der Kampf gegen den Waldbrand heute intensiv fortgesetzt werden. Die Bundeswehr wird laut Landratsamt Traunstein mit Hubschraubereinsätzen helfen. Deren Hubschrauber könnten rund 5000 Liter Wasser transportieren, deutlich mehr als die Hubschrauber der Polizei, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler). Er hatte am Vortag den Katastrophenfall ausgerufen. »Wir sind auf überörtliche Hilfe angewiesen«, so Danzer. Mit der Feststellung des Katastrophenfalls werden die Einsatzkräfte, Fachstellen und Behörden zentral koordiniert. Schätzungen zufolge seien 50 bis 60 Hektar Wald in Brand geraten, hieß es beim Landratsamt. Das Feuer bedroht ein Trinkwasserschutzgebiet. »Wir müssen die Quelle schützen. Die Quelle versorgt 30.000 Bürgerinnen und Bürger«, sagte Danzer. An dem 1364 Meter hohen Berg bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein lodern seit Sonntagabend die Flammen. Der Ruhpoldinger Bürgermeister Justus Pfeifer schilderte, der Berg sei als prägnantes Bergmassiv vom ganzen Talkessel zu sehen. »Und wenn man dann vor allem bei Dunkelheit rausschaut und diesen Berg brennen sieht, da wird einem ein bisschen mulmig.« Bis zu 250 Kräfte waren am Montag im Einsatz. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sollten Hubschrauber den Brand aus der Luft bekämpfen. In der Nacht müsse der Flugbetrieb eingestellt werden, sagte der Einsatzleiter, Kreisbrandrat Christoph Grundner. »Wir haben es mit einem extrem schwierigen Gelände zu tun. Die Sicherheit der Einsatzkräfte steht an erster Stelle. Deshalb erfolgt die Brandbekämpfung dort, wo ein Einsatz am Boden nicht möglich ist, vor allem aus der Luft.« Sorge um den wichtigen SchutzwaldMindestens vier Polizeihubschrauber der Landespolizei sowie zwei Hubschrauber von Heli Austria waren bei den Löscharbeiten dabei. Auch die Landespolizei Baden-Württemberg schickte einen Hubschrauber, heute soll eventuell erneut auch Hilfe aus dem Nachbarbundesland kommen. Die Bevölkerung müsse sich im Bereich Ruhpolding und insbesondere im Ortsteil Laubau und an der Chiemgau Arena auf zahlreiche Flüge einstellen. Eine Gefahr für die Anwohner bestehe aber nicht. Mehr zum Thema Feuerwehr im Einsatz: In Bayern brennt der Saurüsselkopf, in Brandenburg ein ehemaliger Truppenübungsplatz Hitze, Eisschmelze, Meereserwärmung: Europa erlebte 2025 ein Jahr der Extreme Waldbrände in Japan: Flammen bedrohen Wohngebiet in Ōtsuchi Der vom Feuer bedrohte Schutzwald erfülle eine besondere Funktion, unter anderem mit Blick auf Trinkwasser, Erosion, Steinschlag und Murenabgänge, hieß es weiter. Diese Funktionen müssten gesichert werden. Die Brandursache ist unklar. Aufgrund der Witterung der letzten Tage und Wochen herrsche extreme Trockenheit, sagte Einsatzleiter Grundner. Es habe am Wochenende einige kleinere Brände an Wiesen und Hecken gegeben, die wahrscheinlich auf die warme Witterung zurückzuführen seien, berichtete auch der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. »Bei keinem Brand haben wir bisher Hinweise auf eine Brandstiftung.« Das gelte bisher auch für das Feuer am Saurüsselkopf. jok/dpa Startseite Feedback




