Urteil aus Hamburg - Private Krankenkasse muss Cannabis-Therapie zahlen
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
Urteil aus Hamburg: Private Krankenkasse muss Cannabis-Therapie zahlenPrivate Krankenversicherungen müssen Cannabis-Präparate ihren Versicherten erstattenFoto: Boris Roessler/dpa/dpa-tmn22.04.2026 - 15:51 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenChronische Schmerzen rauben Lebensqualität. Wenn herkömmliche Therapien versagen, können Ärzte Cannabis-Präparate verordnen – doch die Kosten sind hoch. Gute Nachricht: Ihre private Krankenversicherung muss unter bestimmten Voraussetzungen zahlen.Entscheidend ist, dass klassische Schmerztherapien bei Ihnen nicht wirken oder mit schweren Nebenwirkungen einhergehen. In solchen Fällen gilt die Cannabis-Behandlung als medizinisch notwendig. Das Landgericht Hamburg gab dem Kläger recht – ein wichtiges Urteil für Betroffene. Im konkreten Fall ging es um einen ehemaligen Polizisten mit chronischen Schulterschmerzen nach einem Dienstunfall im Jahr 2007.Herkömmliche Therapien blieben erfolglosZunächst kamen Opioide nach dem WHO-Stufenschema zum Einsatz. Auch Muskelrelaxanzien (Mittel zur Verringerung der Muskelspannung) wurden eingesetzt. Doch die Behandlungen brachten keine Schmerzlinderung und verursachten zudem starke Nebenwirkungen wie Leberschäden und Suchtgefahr. Erst die ärztlich verordnete Cannabis-Therapie brachte Linderung.Die staatliche Beihilfe übernahm bereits 70 Prozent der Kosten. Anfang 2019 bat der Mann seine private Krankenversicherung um Erstattung des Rests. Der Versicherer weigerte sich zunächst. Seine Begründung: Die Therapie sei medizinisch nicht notwendig und die Studienlage nicht ausreichend. Der Mann klagte – und bekam recht.Versicherung muss mehr als 19.000 Euro zahlenEin medizinisches Gutachten bestätigte die Wirksamkeit der Therapie. Das Gericht stellte klar: Auch ohne umfassende Studienlage kann die Therapie medizinisch notwendig sein. Die PKV muss mittlerweile mehr als 19.000 Euro Behandlungskosten übernehmen.„Private Krankenversicherungen sind also zur Kostenübernahme verpflichtet, wenn Cannabis-...





