Unsere mutigste Sportlerin - „Am Flughafen schmiss ich mein Kopftuch in den Müll“
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Unsere mutigste Sportlerin: „Am Flughafen schmiss ich mein Kopftuch in den Müll“Yekta Jamali (21) war die erste Iranerin, die Medaillen im Gewichtheben für ihr Land holteFoto: Christian Spreitz/BILDSebastian KayserLeimen19.04.2026 - 10:50 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenAngst hat sie keine. „Irgendwann sterben wir ohnehin alle“, sagt Yekta Jamali (21) und lacht dabei. Vielleicht wäre ihr Leben sogar schon vorbei. Doch die Gewichtheberin lässt sich nicht verbiegen. Auch nicht vom System in ihrer Heimat. BILD besucht die gebürtige Iranerin an ihrem Trainingsort in Leimen. Wo sie genau wohnt, will sie nicht verraten. Drohungen haben sie vorsichtig werden lassen.Yekta zu BILD: „Ich bekam anonyme Nachrichten: ‚Pass auf, wenn du rausgehst. Wir wissen, wo du wohnst.’“ Und weiter: „Hey, ich bin in Deutschland. Haben die nichts anderes zu tun? Nein, ich habe keine Angst.“ Jamali spricht fließend Deutsch, besitzt seit Februar einen deutschen Pass. Bei der EM, die heute in Batumi (Georgien) beginnt, will sie eine Medaille – zum ersten Mal mit dem Adler auf der Brust. Yekta Jamali hebt in der Klasse bis 87 Kilo 108 Kilo im Reißen und 130 Kilo im StoßenFoto: Christian Spreitz/BILDRückblick: 2022 floh die damals 17-Jährige nach der Junioren-WM in Athen nach Deutschland. Sie hatte Silber in der Klasse bis 87 Kilo gewonnen, wurde aber vom Sportdirektor niedergemacht. Yekta: „Er sagte: ‚Du warst nicht gut. Wir wollten Gold. Ich glaube nicht, dass ich dich noch einmal einlade.“ Der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Jamali: „Ich war traurig, weinte und hörte, Frauen-Gewichtheben solle wieder verboten werden. Da bekam ich Angst. Ich hatte für den Sport meine Familie verlassen, sie nur zwei Wochen im Jahr gesehen. Und nun das? Da wollte ich nicht mehr zurück.“ Yektas Flucht – filmreif!Zu Hause im Iran war sie schon lange nicht mehr glücklich. Yekta: „Mit Sportlern wird respektlos geredet. Die Trainer sagen oft schlechte Worte, haben uns ständig beleid...





