Streit um Baugesellschaft: Klingbeils Wohnungstraum lenkt ab
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Streit um Baugesellschaft : Klingbeils Wohnungstraum lenkt ab Gastbeitrag Von Jürgen Kelber14.04.2026, 11:10Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenBauen in Berlin: Die landeseigenen Gesellschaften waren zuletzt die größten Projektentwickler Deutschlands.dpaDie SPD-Minister Lars Klingbeil und Verena Hubertz wollen die Wohnungsnot mit einer Bundeswohnungsbaugesellschaft lindern. Aber das ist ein Ausweichmanöver. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Politik reagiert auf ein bekanntes Versagen wieder mit einem vertrauten Reflex. Der Vorstoß von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesbauministerin Verena Hubertz (beide SPD) für eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft des Bundes soll Tatkraft ausstrahlen. Tatsächlich zeigt er vor allem, wie zuverlässig in Deutschland strukturelle Defizite nicht behoben, sondern mit dem Aufbau neuer Strukturen kaschiert werden sollen. Das produziert noch lange keine Wohnungen.Für privates Kapital ist das ein verheerendes Signal. Zuerst schafft die Politik ein Umfeld, in dem Neubau kaum noch planbar ist. Danach tritt sie selbst als Akteur auf. So lassen sich keine Investoren zurück in den Wohnungsbau holen. Das drängt sie aus dem Markt.Dadurch entsteht keineswegs neuer Wohnraum in nennenswertem Maß: Was genau soll der Staat besser können als Private? Die Fertigstellungszahlen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften fallen Jahr um Jahr niedriger aus als geplant. In Berlin haben die landeseigenen Gesellschaften im Jahr 2024 lediglich 3461 Wohnungen neu fertiggestellt. Das ist deutlich weniger als das vom Senat ausgegebene Ziel von 5000 Einheiten im Jahr. Auch im Durchschnitt der vergangenen Jahre wurde diese Marke in der Hauptstadt nicht erreicht. In München zeigt sich ein ähnliches Bild: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft kam 2024 auf lediglich 799 neu gebaute Wohnungen und lag damit ebenfalls deutlich unter dem selbst gesetzten Ziel von rund 2000 Einheiten im Jahr. Günstig wohnen: Bauministerin Verena Hubertz...


