Sozialenzyklika Leos XIV.: Wie die Päpste über die „Neuen Dinge“ dachten
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Sozialenzyklika Leos XIV. : Wie die Päpste über die „Neuen Dinge“ dachten Gastbeitrag Von Manfred Spieker17.05.2026, 08:32Lesezeit: 14 Min.Bildbeschreibung ausklappenEin Jahr im Amt: Papst Leo XIV.EPAPapst Leo XIV. knüpft mit einer Sozialenzyklika an seinen Namensvorgänger vor 135 Jahren an. Seit „Rerum Novarum“ geht es um ein bestimmtes Spannungsverhältnis.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Dieser Tage will Papst Leo XIV. die erste Sozialenzyklika seines Pontifikats mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ veröffentlichen. Wie in der vor 135 Jahren vorgelegten Sozialenzyklika seines Namensvorgängers Leo XIII. geht es um die „neuen Dinge“ der gegenwärtigen Zeit.Freiheit und ihre Grenzen, diese Spannung ist ein Thema der katholischen Soziallehre seit der ersten Sozialenzyklika „Rerum Novarum“ zur Arbeiterfrage 1891. Wer die Entwicklung dieser Lehre betrachtet, wird in allen Sozialenzykliken seit „Rerum Novarum“ Freiheitsbeschränkungen finden. Aber nicht weniger zutreffend ist die gegenteilige Beobachtung, dass in allen Sozialenzykliken auch Freiheitssicherungen eine große Rolle spielen. Im Zentrum dieser Balance stehen heute nicht mehr Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, sondern Probleme der Biomedizin und der Künstlichen Intelligenz.Freiheit beschränken, Freiheit sichernUm dieses Einerseits-andererseits von Freiheitsbeschränkungen und Freiheitssicherungen zu verstehen, ist der Blick über Staat und Politik hinaus auf das Subjekt der Freiheit zu lenken, auf die Person, die in verschiedenen Dimensionen oder Spannungsbögen lebt: zwischen Individualität und Sozialität, zwischen Freiheit und Verantwortung und zwischen Gottebenbildlichkeit und Ambivalenz.Alle Spannungsbögen haben Konsequenzen für die Ordnung der Gesellschaft und des Staates. Für die Dialektik von Freiheitssicherungen und Freiheitsbeschränkungen aber ist vor allem der letzte Spannungsbogen ausschlaggebend: Gottebenbildlichkeit und Ambivalenz.Gottebenbildlichkeit heißt,...





