Seltene Erden: Brasiliens geopolitischer Hebel liegt unter der Erde
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Seltene Erden : Brasiliens geopolitischer Hebel liegt unter der ErdeVon Tjerk Brühwiller23.04.2026, 09:13Lesezeit: 6 Min.Bildbeschreibung ausklappenMine von Serra Verde in Minaçu: Im brasilianischen Bundesstaat Goiás werden Seltene Erden gefördert.dpaBrasilien hat die zweitgrößten Vorkommen an Seltenen Erden. Ihre Erschließung will das Land nicht an politische Bündnisse knüpfen – sondern an Wertschöpfung.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App In der ländlichen Weite des Bundesstaates Goiás, nahe der Kleinstadt Minaçu, klaffen Gruben und Terrassen in der roten Erde. Hier betreibt das Unternehmen Serra Verde die derzeit einzige aktive Mine Brasiliens, die sich ausschließlich der Gewinnung von Seltenen Erden widmet. Die Lagerstätte „Pela Ema“ ist auf der ganzen Welt einzigartig. Sie ist die einzige Quelle außerhalb Asiens, die signifikante Mengen der besonders wertvollen „schweren“ Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium im industriellen Maßstab produzieren kann.Diese Elemente sind für die moderne Hochtechnologie unverzichtbar, denn sie machen Magnete in Elektroautos, Windturbinen und Lenkwaffen hitzebeständig und leistungsfähig.Chinas Monopol brechenDoch hinter dem geschäftigen Treiben in der Grube verbarg sich lange ein geopolitischer Widerspruch, der die Abhängigkeit des Westens offenlegte. Obwohl das Projekt massiv von amerikanischen Investoren finanziert wurde, landete die Produktion bisher fast vollständig in den Fabriken Chinas. Das hat sich nun schlagartig geändert. Am Montag hat das US-Unternehmen USA Rare Earth die komplette Übernahme von Serra Verde für 2,8 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Dieser Deal, der massiv von der US-Regierung gestützt wird, ist der bisher aggressivste Versuch Washingtons, das chinesische Monopol zu brechen.Die Volksrepublik hat über Jahrzehnte eine Monopolstellung zementiert und kontrolliert heute fast 90 Prozent der globalen Raffineriekapazitäten. Selbst wenn der Rohstoff in Brasilien gefördert wird,...

