Russland: Mit Zettel und Stift verteidigt Putin die Internetblockade
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Russland : Mit Zettel und Stift verteidigt Putin die InternetblockadeVon Friedrich Schmidt24.04.2026, 19:25Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenRusslands Präsident Wladimir Putin leitet eine Kabinettssitzung am 23. April 2026 im Kreml.ReutersAuch Kremltreue kritisieren die Blockade des russischen Netzes. Das deutet auf einen Machtkampf hinter den Kulissen hin. Putin stellt sich auf die Seite seines Geheimdienstes.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Erst jetzt hat sich Wladimir Putin zu Russlands derzeit wichtigstem Thema geäußert. „Ich kann nicht umhin, auch darauf hinzuweisen, womit die Menschen in Großstädten konfrontiert sind – zwar nicht oft, aber leider kommt es vor“, sagte der Herrscher in einer virtuellen Sitzung mit seiner Regierung am Donnerstag. „Ich meine damit einige Probleme und Störungen im Internetbetrieb in den großen Metropolen.“ Nichts regt die Russen gerade mehr auf. Wenn das mobile Netz abgeschaltet und Messenger blockiert werden, anderen voran Telegram, betrifft das selbst Leute, die fern der Politik leben wollen. Bis März waren die „Shutdowns“ eine Sache etlicher Regionen, dann häuften sie sich auch in Moskau und Sankt Petersburg. Putin schwieg dazu.Aber an seinen Sympathien für das Vorgehen, hinter dem laut dem Wirtschaftsportal „The Bell“ der für Repressionen zuständige Zweite Dienst des Geheimdiensts FSB steht, bestand kein Zweifel. Anfang März hatte Putin Telegram als „feindliche Verbindungsart“ beschimpft und die Blockade gutgeheißen. Vor seiner Regierung schlug sich Putin nun klar auf die Seite der Internetbeschränkungen. Er verwies auf „operative Maßnahmen zur Verhinderung terroristischer Anschläge“ und darauf, dass „die Sicherheit der Menschen natürlich immer Vorrang hat“. Man könne die Leute auch nicht warnen, denn „die Verbrecher hören und sehen auch alles“.Putin misstraut dem InternetPutin forderte nur, dass das Staatsdienstleistungsportal Gosuslugi und Bezahldienste funktionieren sollten, wenn das m...





