Radikaler Sparkurs: BBC streicht mehr als 2000 Stellen
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Radikaler Sparkurs : BBC streicht mehr als 2000 StellenVon Philip Plickert, London16.04.2026, 13:41Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenTritt in Kürze als neuer Chef der BBC an: Matt BrittindpaDie BBC steht vor radikalen Einschnitten: Mehr als 2000 Stellen werden gestrichen, rund zehn Prozent der Belegschaft. Sparzwang, Skandale und politische Kritik setzen dem Sender zu. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die British Broadcasting Corporation (BBC) steht vor tiefen Einschnitten. Nicht nur muss der öffentlich-rechtliche Sender deutlich sparen, er ringt auch noch immer mit den Folgen mehrerer Skandale, die vor einem halben Jahr zum Rücktritt des Generaldirektors führten. Kurz vor dem Amtsantritt des neuen BBC-Chefs Matt Brittin am 18. Mai erfuhren die Mitarbeiter nun, wie scharf die Sparmaßnahmen ausfallen. Mehr als 2000 Stellen dürften in den nächsten Jahren wegfallen, das ist etwa ein Zehntel der Belegschaft.Aktuell beschäftigt die BBC rund 21.500 festangestellte Journalisten, Techniker, Programm- und Verwaltungsmitarbeiter. Das Jahresbudget beträgt mehr als fünf Milliarden Pfund (sechs Milliarden Euro), davon zwei Drittel Beitragseinnahmen. Zwar stieg die Rundfunkgebühr („Licence Fee“) Anfang April inflationsbedingt auf 180 Pfund (207 Euro) im Jahr, doch sinkt die Zahl der Gebührenzahler leicht. Bürger können sich abmelden, wenn sie die BBC nicht nutzen. Der Sender muss in den nächsten drei Jahren die Kosten um zehn Prozent kürzen. Entsprechend wächst intern die Sorge vor Entlassungen.Nur jeder Dritte bei der BBC hat Vertrauen in die FührungDie Stimmung in der BBC ist auch wegen verschiedener Skandale belastet. „Tantchen Beep“, wie die BBC früher mal liebevoll genannt wurde, schlitterte im vergangenen Jahr in „die schlimmste Krise seit über einem Jahrzehnt“, wie der „Telegraph“ schrieb. Auslöser war die Affäre um eine manipulativ geschnittene Rede von US-Präsident Trump in einer „Panorama“-Sendung, die zum Rücktritt von Generaldirektor Tim Davie...




