Peter Altmaier rechnet mit Regierung ab - „Wir haben nicht mehr viele Schüsse frei“
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Ex-Kanzleramtschef Altmaier rechnet mit Regierung ab: „Wir haben nicht mehr viele Schüsse frei“Der ehemalige Kanzleramtschef Peter Altmaier (67, CDU) findet klare Worte für die aktuelle RegierungFoto: picture alliance/dpaMarcelAuermann20.04.2026 - 08:51 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin – Lange war es still um Peter Altmaier (67, CDU). Jetzt meldet sich der frühere Kanzleramtschef zurück. Und wie! Mit deutlichen Worten rechnet er mit der Arbeit der schwarz-roten Regierung ab. Seine Botschaft: So kann es nicht weitergehen. Altmaier zeigt sich tief beunruhigt über den Zustand der Koalition. Nach nur kurzer Zeit habe sich Schwarz-Rot bereits festgefahren: Streit, ergebnislose Runden, öffentliche Attacken unter Ministern. Für ihn ein gefährliches Signal. „Wir haben nicht mehr viele Schüsse frei“, warnt er eindringlich. Und weiter: „Sonst geraten wir in die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, stärken Parteien am extremen Rand und laufen in die Regierungsunfähigkeit“, sagt er in der „Süddeutschen Zeitung“.Besonders der Umgangston innerhalb der Regierung sorgt bei Altmaier für Kopfschütteln. Der Streit zwischen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) habe einen massiven Schaden angerichtet. Der verletzende Umgang miteinander habe die Glaubwürdigkeit der Regierung weiter untergraben.Im Dauerzwist: Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) Foto: Kay Nietfeld/dpaWas fehlt? Für Altmaier ganz klar: solides Regierungshandwerk. Genau das vermisst er schmerzlich. Im Kabinett gebe es kaum erfahrene Kräfte – und zu oft entstehe der Eindruck, „dass zwar alle gemeinsam, aber keiner persönlich für das Finden von Lösungen verantwortlich ist“.Dissens „übertüncht statt aufgelöst“Auch grundsätzlich sieht der Vertraute der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel (71, CDU) schwere Fehler: zu viele unrealistische Versprechen, zu wenig Klarheit im Koalitionsvertrag. P...



