News: Wolfgang Kubicki, FDP, Lars Klingbeil, Iran-Krieg, Wal-Rettungsversuch
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Die Lage am Morgen Ein Raufbold für die FDP Von Kevin Hagen Heute geht es um Wolfgang Kubicki im Kampfmodus, um Lars Klingbeils schwierige Reise ins Trump-Land – und um die überraschende nächste Runde im Wal-Drama. 16.04.2026, 05.41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Dieses Audio ist derzeit nicht verfügbar. Anhören Extern anhören Ganz der AlteEines hat Wolfgang Kubicki mit seiner Bewerbung schon mal geschafft. Es wird wieder geredet über die FDP. Das allein ist schon bemerkenswert, denn nüchtern betrachtet sind die Liberalen nach dem Rausflug aus dem Bundestag zu einer belanglosen Splitterpartei verkommen. Bild vergrößern Wolfgang Kubicki: Schlagfertig und streitlustig Foto: Nikita Teryoshin / DER SPIEGEL Jetzt will Kubicki an die Spitze der Partei. Ein 74 Jahre alter Polit-Raufbold mit Gespür für den Stammtisch, der ohne jeden Zweifel unterhaltsam ist. Der in der Ampel-Zeit aber auch einen gewissen Anteil daran hatte, dass sich die Liberalen mehr aufs Zerstören denn aufs Regieren konzentrierten. Der gerne beim rechtspopulistischen Portal »Nius« auftritt. Der sich für seine Kandidatur Martin Hagen ins Team geholt hat, Geschäftsführer der rechtskonservativen Denkfabrik Republik 21, in der man die Brandmauer zur AfD infrage stellt (mehr dazu hier ). Hat das Kubicki vor mit der FDP? Eine im Grunde neue, rechtspopulistische Partei, irgendwo zwischen Union und AfD? Meine Kollegen Christoph Hickmann und Florian Gathmann haben Kubicki direkt gefragt. Und es wird Sie nicht überraschen: Kubicki stellt solcherlei Vorwürfe als Unsinn dar. Ich möchte Ihnen das Interview dennoch sehr ans Herz legen, es ist überaus lesenswert. Man kann dort viel erfahren, über Kubickis Sicht auf die AfD, auf Merz, auf parteiinterne Kontrahenten. Und ich kann Ihnen ohne jede Übertreibung verraten: Kubicki befindet sich im Kampfmodus. »Ich hatte Kubicki länger nicht erlebt«, sagt Christoph. »Aber was Schlagfertigkeit und Streitlust angeht, ist er ganz der Alte.« Das Interview lesen Sie hier: »Ein Typ wie ich lässt sich so was von einem Friedrich Merz nicht sagen« Ein heikler BesuchDer Finanzminister weilt derzeit in Washington. Anlass ist die Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds. Mit der Reise entflieht Lars Klingbeil für einen Moment auch dem Regierungschaos in der Heimat, räumlich jedenfalls. Bild vergrößern Lars Klingbeil in Washington: Alles hängt mit allem zusammen Foto: Sebastian Gollnow / Sebastian Christoph Gollnow / dpa Sie erinnern sich: Zuletzt hatte es ordentlich gerumst zwischen dem SPD-Vizekanzler und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU. Es ging um Entlastungen angesichts der explodierten Spritpreise. Der Kanzler schaltete sich ein. (Hier lesen Sie die Details zum Machtkampf .) Die Koalitionäre rangen sich schließlich in stundenlangen Verhandlungen zu einem Deal durch, der nun von vielen Seiten zerpflückt wird. So weit zur Lage in Berlin. Man darf allerdings bezweifeln, dass Klingbeil in den USA eine angenehmere Zeit erlebt. Denn natürlich hängt alles mit allem zusammen. Die Spritpreise und der neuerliche Dämpfer für das zarte Wachstum in Deutschland sind direkte Folgen des Irankriegs der Amerikaner, die nun selbst darunter leiden. Wie will die Trump-Regierung da wieder rauskommen? Derzeit steht eine zweite Verhandlungsrunde mit Teheran im Raum. Klingbeil wird seine Reise wohl auch dazu nutzen wollen, für die Sicht der USA ein besseres Gefühl zu bekommen, schreibt mir mein Kollege Gerald Traufetter, der den Minister begleitet. Der Kontakt zu Trumps Leuten ist für den SPD-Chef besonders heikel. Er war es, der zuerst den Satz geprägt hatte, der dem US-Präsidenten besonders bitter aufgestoßen ist: »Das ist nicht unser Krieg.« Mehr Hintergründe hier: Sogar von Abbruch war die Rede – so stritten die Koalitionäre in der Villa Borsig Neue Qual für den Wal?Man darf sich schon ein bisschen wundern über das, was die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern mit dem gestrandeten Wal veranstalten, allen voran Umweltminister Till Backhaus. Schließlich war es der SPD-Politiker, der nach diversen Befreiungsversuchen, Pressekonferenzen, Rettungsplänen erklärte: Das verletzte und offensichtlich stark geschwächte Tier solle in Frieden gelassen werden und in Ruhe sterben, vor der Ostseeküste bei Wismar. Bild vergrößern Gestrandeter Wal: Nächste Volte Foto: Bernd Wüstneck / dpa Am Mittwoch dann der plötzliche Sinneswandel: Der Minister »duldet« nun die Rettungsaktion einer privaten Initiative um MediaMarkt-Multimillionär Walter Gunz. Der Buckelwal soll heute mit Luftkissen angehoben – und, wenn alles klappt, am Freitag Richtung Nordsee und dann Richtung Atlantik gezogen werden. Die Experten vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund reagierten verschnupft auf die neue Volte. Man sei nicht eingebunden, hieß es knapp. Eine neue Lagebewertung gebe es nicht. Gibt es noch Hoffnung für den Wal oder bedeutet die ganze Aktion nur zusätzliche Qualen? Meine Kollegin Julia Köppe aus dem Wissenschaftsressort hat sich intensiv mit dem Drama in der Ostsee befasst. Sie sagt: »Die Chancen, dass der Wal tatsächlich gerettet werden kann, sind verschwindend gering. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem so eine Aktion erfolgreich gewesen wäre.« Mehr Hintergründe hier: »Ich habe ihm in die Augen geschaut« Lesen Sie hier den aktuellen SPIEGEL-LeitartikelWas Friedrich Merz dem Land jetzt schuldet: Deutschland sehnt sich nach einem »Macher« wie Gerhard Schröder, der das Land auf einen Schlag aus der Reformstarre löst. Nötig wäre etwas ganz anderes . Hier geht’s zum aktuellen Tagesquiz Feedback Noch mehr Rätsel wie Viererkette, Wordle und Paarsuche finden Sie bei SPIEGEL Games. Gewinner des Tages……sind die Gutverdiener im Land. Und das nicht nur, weil es ihnen finanziell sowieso schon besser geht als der Mehrheit der Deutschen. Mit dem Tankrabatt legt die Regierung nun noch etwas obendrauf. Bild vergrößern Tankstelle in München: »Keine zielgerichtete Maßnahme« Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / IMAGO Eine Simulation von Forschern der RWTH Aachen zeigt: Die Senkung der Energiesteuern auf Benzin und Diesel bringt den einkommensstärksten zehn Prozent der Haushalte in den geplanten zwei Monaten eine Ersparnis von 21,64 Euro, den einkommensschwächsten zehn Prozent dagegen nur 6,48 Euro. Hintergrund: Wer mehr verdient, verbraucht statistisch gesehen auch mehr Sprit. Das Tankrabatt-Fazit von RWTH-Ökonom Aaron Praktiknjo, mit dem mein Kollege Alexander Preker gesprochen hat: »Es ist keine zielgerichtete Maßnahme.« Wer viel verdient, profitiert am meisten vom Tankrabatt Die jüngsten Meldungen aus der NachtArbeitgeber rechnen mit geringer Nutzung der 1000-Euro-Prämie: 1000 Euro steuerfrei für Beschäftigte – so lautet das Versprechen der Bundesregierung. Doch zahlen sollen die Arbeitgeber, die von dem Plan überrumpelt wurden. Ihr Verband BDA spricht laut einem Medienbericht von einem »zentralen Fehler«. US-Behörde prüft offenbar verdächtige Öl-Wetten: Kurz vor Bekanntgabe der Waffenruhe im Irankrieg platzierten Investoren millionenschwere Wetten auf sinkende Ölpreise. Nun ermittelt einem Insider zufolge die US-Derivateaufsicht CFTC. Münchner Erleichterung, Madrider Schiri-Wut: Sieben Tore, drei aufgeholte Rückstände, zweimal Rot: Ein wilder Champions-League-Abend endet mit den Bayern im Halbfinale. Real Madrid tobt, denn Schiedsrichter Slavko Vinčić entschied das Spiel mit . Heute bei SPIEGEL Extra: Was hat es mit dem »Hormonbauch« auf sich – und wie geht er wieder weg? Bild vergrößern Bauchfett in den Wechseljahren ist mehr als ein ästhetisches Problem. Ärztin Viktoria Schelle sagt, was dahintersteckt und warum bereits Frauen ab 30 das Thema ernst nehmen sollten . Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Kevin Hagen, Chef vom Dienst Startseite Feedback



