Mullahs uneins - Irans Hardliner gehen aufeinander los
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Mullahs uneins: Irans Hardliner gehen aufeinander losIm Iran gibt es Widerstand gegen die Verhandlungen von Parlamentssprecher Ghalibaf mit den USA Foto: IMAGO/ZUMA Press WireJulius Nieweler29.04.2026 - 16:38 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenTeheran – Nach den ersten Luftangriffen zu Beginn des Iran-Kriegs zeigte sich die iranische Führung zunächst geschlossen. Doch wenige Wochen nach Beginn der Waffenruhe treten nun Spannungen innerhalb des Machtapparats der Islamischen Republik offen zutage: Rivalisierende Lager innerhalb der radikalislamischen Staatsführung ringen laut einem Bericht der „Financial Times“ darum, wie sich das Regime künftig positionieren soll – insbesondere bei Verhandlungen mit den USA über einen dauerhaften Frieden.Im Zentrum steht eine Gruppe Hardliner, die Gespräche mit den Vereinigten Staaten ablehnt. Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf (64), der Anfang April in Pakistan mit US-Vizepräsident JD Vance (41) verhandelte. Politiker der ultrakonservativen Paydari-Fraktion werfen den iranischen Verhandlungsführern vor, sich nicht an die Vorgaben des neuen „Obersten Führers“ Chamenei Modschtabazu halten.Die Paydari-Fraktion gilt als ultrakonservativ – sogar anderen Hardlinern geht sie oft zu weit. Sie entstand 2011 im Umfeld des damaligen Präsidenten Ahmad Ahmadinedschad. Selbst für Mullahs, die innerhalb des Systems als „konservativ“ gelten, überspannt sie oft den Bogen. Die Fraktion ist im Parlament einflussreich und sorgt immer wieder für Streit. Streit im Parlament Der Abgeordnete Mahmoud Nabavian (61) erklärte, Verhandlungen seien „reiner Schaden“ und sollten unterlassen werden. Zudem bezeichnete er die Einbeziehung des Atomprogramms als „strategischen Fehler“. Gleichzeitig stellten sich 261 der 290 Abgeordneten öffentlich hinter Ghalibaf und die Verhandlungsdelegation. Der iranische Abgeordnete Mahmoud Nabavian (61) von der Paydari-Fraktion ist gegen die Verhandlungen mit den USA Foto: X....

