„Molluske des Jahres“: Ein Mini-Vampir mit langem Rüssel
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„Molluske des Jahres“ : Ein Mini-Vampir mit langem Rüssel03.05.2026, 07:00Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenKlein und blutdurstig: Die Vampirschnecke Cumia intertexta lebt im südlichen Mittelmeer.Michele SolcaBlutsaugende Schnecken? Die gibt es wirklich. Eine ist zur „Molluske des Jahres 2025“ gewählt worden. Nun wollen Frankfurter Forscher ihren genetischen Bauplan entschlüsseln.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Sie bohrt Fische mit ihrem langen Rüssel an, betäubt sie und saugt dann ihr Blut: Die Vampirschnecke pflegt einen für Weichtiere ungewöhnlichen Lebensstil. Dies hat ihr nun den Titel „Internationale Molluske des Jahres 2025“ eingebracht. Aus einer Internetabstimmung, die von der Senckenberg-Gesellschaft und der internationalen Gesellschaft für Molluskenforschung initiiert wurde, ging Cumia intertexta – so der lateinische Name – als Siegerin hervor. „Gewonnen“ hat sie damit eine Sequenzierung ihres Erbguts.Der nur zwei Zentimeter große Blutsauger, der im südlichen Mittelmeer lebt, war von einer italienischen Zoologin für die Onlinewahl nominiert worden. Cumia intertexta schläft tagsüber zwischen küstennahen Felsen und geht nachts auf die Jagd. Sie nähert sich ruhenden Fischen und durchdringt deren Haut mit einem Raspelwerkzeug an der Spitze ihres Rüssels. Während die Schnecke saugt, injiziert sie ihrem Wirt einen Cocktail aus Blutverdünner und Betäubungsmittel, um ihn ruhig zu halten. Hat der Vampir sein Mahl beendet, bleibt der Fisch benommen, aber ansonsten gesund zurück.Die DNA der „Molluske des Jahres“ wird nun im Senckenberg-Institut analysiert. Damit erhalten die Forscher zum ersten Mal den genetischen Bauplan eines blutsaugenden Weichtiers. „So können wir besser nachvollziehen, wie sich diese Ernährungsform entwickelt hat und wie ähnliche Strategien bei sehr unterschiedlichen Tiergruppen entstehen“, sagt Senckenberg-Wissenschaftlerin Carola Greve.Mehr zum ThemaWeichtier des GrauensFraß dieser gigantische Oktopus...




