Mia Ballards „Shy Girl“: Wegen KI-Verdacht: Verlag zieht Roman-Bestseller zurück
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Mia Ballards „Shy Girl“ : Wegen KI-Verdacht: Verlag zieht Roman-Bestseller zurückVon Nikolai Ott07.04.2026, 14:27Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenChatGPT als treuer Helfer: Sieht so die Zukunft des Schreibens aus?Picture AllianceDie Schriftstellerin Mia Ballard wurde durch das Internet zur berühmten Autorin. Ihr Horrorroman „Shy Girl“ scheint aber weitgehend von KI geschrieben worden zu sein. Was jetzt? Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Von einer „Lust am Text“ hat der französische Literaturkritiker Roland Barthes einmal euphorisch geschwärmt. Dass sich unter den Bedingungen der Künstlichen Intelligenz diese Lust in skeptische Angst zu verwandeln droht, demonstriert in diesen Tagen der Fall des Romans „Shy Girl“ eindrücklich. Wenige Monate nachdem die amerikanische Hachette Book Group diesen Horrorroman der Autorin Mia Ballard in Großbritannien veröffentlicht hat, soll er, wie die „New York Times“ berichtet, nun wieder aus dem Programm genommen werden. Auch die anstehende Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten entfällt. Der Grund? Der Verlag vermutet, dass er erstmalig auf eine Betrügerin, eine KI-Hochstaplerin, hereingefallen ist, die sich von einem Chatbot ihren Text vorschreiben ließ, ohne das anzugeben.Kurios ist an diesem Fall aber weitaus mehr. Dass ausgerechnet eine Nutzerin des Onlineforums „Reddit“ und eine Youtuberin zuerst aufdeckten, dass es sich bei „Shy Girl“ um sogenannten „KI-Slop“ handeln könnte, ist nur konsequent, weil sich so der Kreis der digitalen Transformation der Buchindustrie schließt. Bekannt geworden war Ballards Romanstoff schließlich durch Tiktok. Im Februar 2025 hatte Ballard ihr damals noch selbst verlegtes Buch über Amazon angeboten und anschließend digital beworben. Die Horror-Community entdeckte das Buch, und Tausende würdigten es auf der Bücherplattform „Good Reads“ mit sehr guten Bewertungen – eine Rezeption, die auch beim großen Hachette-Verlag nicht unbemerkt blieb, der sich bei Ballard die Rechte f...





