Koblenz: Mutmaßlicher Wärter eines syrischen Foltergefängnisses schweigt zu Vorwürfen
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Prozess in Koblenz Mutmaßlicher Wärter eines syrischen Foltergefängnisses schweigt zu Vorwürfen Ein 48-jähriger Syrer muss sich in Koblenz wegen Mord in 70 Fällen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Zum Prozessauftakt verweigert der Mann eine Aussage. 27.04.2026, 19.00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Angeklagter (r.) vor Gericht in Koblenz Foto: Thomas Frey / dpa / picture alliance if (typeof(Event) === 'function') {window.dispatchEvent(new Event('POLYGON_DOM_LARGEST_CONTENTFUL_PAINT_READY'));} Folter, brutale Verhöre und Mitverantwortung für den Tod zahlreicher Häftlinge in Syrien: Zum Prozessauftakt in Koblenz schweigt der angeklagte 48 Jahre alte Syrer, dem die Bundesanwaltschaft Mord in 70 Fällen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwirft. Er soll zwischen April 2011 und April 2012 als Wärter in einem Gefängnis des syrischen Geheimdienstes in Damaskus gearbeitet haben. Er soll an zahlreichen Verhören beteiligt gewesen sein, bei denen Gefangene mutmaßlich misshandelt und gefoltert wurden. Der Mann befindet sich seit seiner Festnahme im Mai 2025 in Untersuchungshaft.In Syrien begannen spätestens Mitte März 2011 Proteste gegen die Regierung des damaligen Staatschefs Baschar al-Assad. Die syrische Regierung unterdrückte regierungskritische Aktivitäten der Opposition mit Gewalt. Geheimdienste sollten laut der Bundesanwaltschaft die Proteste möglichst frühzeitig unterbinden und Bewegungen einschüchtern. Demnach wurden überall im Land tatsächliche oder vermeintliche Oppositionelle ohne Rechtsgrundlage festgenommen, inhaftiert, gefoltert und auch getötet. Der Konflikt endete in einem Bürgerkrieg. Baschar al-Assad wurde im Dezember 2024 gestürzt. Der Angeklagte soll Menschen erhebliche körperliche und seelische Leiden zugefügt haben. Teils habe er die Folter beaufsichtigt, teils selbs...





