Kampf gegen Bakterien: Neuer Therapie-Ansatz bei Blutvergiftung
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Kampf gegen Bakterien : Neuer Therapie-Ansatz bei Blutvergiftung17.04.2026, 08:43Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenGefährliche Keime: Streptokokken gehören zu den Bakterien, die eine Sepsis verursachen können.picture alliance / BSIPEine Sepsis endet oft tödlich. Um sie zu verhindern, ist ein Protein in Abwehrzellen entscheidend, wie Mainzer Forscher gezeigt haben. Daraus ergibt sich eine neue Behandlungsidee.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Neue Erkenntnisse aus der Mainzer Universitätsmedizin könnten dabei helfen, künftig die in Deutschland dritthäufigste Todesursache besser zu bekämpfen – die Sepsis, auch Blutvergiftung genannt. Darunter versteht man eine außer Kontrolle geratene Infektion, die mit überschießenden Abwehrreaktionen und lebensbedrohlichen Organschäden einhergeht. Etwa 20 bis 50 Prozent der Patienten sterben daran.Die Mainzer Forscher haben herausgefunden, dass ein bestimmtes Protein in Immunzellen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung schwerer bakterieller Infekte spielt. Es handelt sich um einen molekularen Kanal, der Chlorid-Ionen in die Phagolysosomen der Zellen einleitet. Das sind Verdauungsräume, in denen aufgenommene Bakterien zerstört werden. Dazu ist ein saures Milieu nötig, das von den Ionenkanälen erzeugt wird.Fehlen den Abwehrzellen diese Proteine, kann das Immunsystem eingedrungene Bakterien nicht richtig bekämpfen, und es droht eine Blutvergiftung. Diesen Zusammenhang haben die Mainzer Wissenschaftler in Tierversuchen bewiesen. Nach ihrer Meinung eröffnen die Erkenntnisse langfristig neue Ansätze für die Sepsis-Therapie, was gerade angesichts der zunehmenden Antibiotikaresistenz bedeutsam sei. So könne zum Beispiel versucht werden, die Aktivität der Ionenkanäle zu steigern.Mehr zum ThemaFAZ+BlutvergiftungEklat bei Kampagne zur Sepsis-Prävention




