Japan lockert Regeln für Waffen-Exporte
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Historische Beschränkungen aufgehoben Japan lockert Regeln für Waffenexporte Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Japan einen pazifistischen Kurs eingeschlagen. Davon rückt das Land weiter ab: Künftig ist es erlaubt, auch als »tödliche Waffen« eingestufte Rüstungsgüter in ausgewählte Länder zu verkaufen. 21.04.2026, 05.35 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Japanische Kampfpanzer (bei einer Übung im Mai 2023): Die Regierung hat am Dienstag eine umfassende Reform der Rüstungsexportregeln vorgestellt Foto: Yuichi Yamazaki / AFP aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die japanische Regierung hat ihre historischen Beschränkungen für Waffenexporte ins Ausland weitgehend aufgehoben. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, zielen die vom Kabinett und dem Nationalen Sicherheitsrat gebilligten Änderungen darauf ab, Japans »sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Partnerländern auszubauen«. Damit wendet sich das Land immer stärker von seinem nach dem Zweiten Weltkrieg eingeschlagenen pazifistischen Kurs ab. Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. Künftig ist es dem Land demnach erlaubt, auch als »tödliche Waffen« eingestufte Rüstungsgüter in Länder zu verkaufen, mit denen Japan bestimmte Verteidigungsabkommen unterhält. In Ausnahmefällen sollen laut Kyodo auch Exporte in Konfliktregionen möglich sein. Damit ist der Weg etwa für den Verkauf von Kriegsschiffen und Raketen ins Ausland frei. Bislang waren Ausfuhren weitgehend auf Ausrüstung für Rettungs-, Transport- und Überwachungseinsätze sowie die Minenräumung beschränkt. Bild vergrößern Ministerpräsidentin Sanae Takaichi (am 17. April) Foto: kyodo / dpa Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi gilt als Vertreterin einer harten Sicherheitspolitik. Die Exportlockerungen werden unter anderem als Versuch gewertet, die heimische Rüstungsindustrie auszubauen. Japanische Firmen waren bislang weitgehend darauf beschränkt, für die landeseigenen Streitkräfte zu produzieren. Insbesondere die militärisch rasant aufrüstenden Nachbarstaaten Nordkorea und China werden in Japan zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. Mehr zum Thema Militärmanöver »Balikatan«: USA und Philippinen starten Militärübungen mit 17.000 Soldaten – Japan erstmals aktiv dabei Neue Hitzekategorie: In Japan ist es bald »unerträglich heiß« Gast im Oval Office: Trump irritiert Japans Regierungschefin mit Pearl-Harbor-Bemerkung Tokios nationale Sicherheit hängt stark vom traditionellen Verbündeten USA ab. Doch seit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump werden die Vereinigten Staaten als zunehmend unzuverlässiger Partner wahrgenommen (mehr zur Beziehung zwischen Japan und den USA hier). Trump hatte wiederholt US-Sicherheitsgarantien gegenüber seinen Alliierten infrage gestellt. Japans neue EC-2 ist eines der modernsten Kampfgeräte der Luft. Es kann gleichzeitig aufklären und den Gegner stören. Hier erfahren Sie, was seine Vorteile sind . aar/dpa/Reuters Startseite Feedback





