IWF-Frühjahrstagung: Krisenminister Klingbeil
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IWF-Frühjahrstagung : Krisenminister KlingbeilVon Manfred Schäfers, Washington16.04.2026, 14:39Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenIm Angriffsmodus: Lars Klingbeil und Reem Alabali Radovan (Bundesminister der Finanzen und für Entwicklung, beide SPD) sprechen während der IWF-Frühjahrstagung.dpaDer Finanzminister präsentiert sich gern als Macher – nicht zuletzt in Abgrenzung zum Kanzleramt. Auch in Washington bespielt er diverse Bühnen.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Probleme begleiten Lars Klingbeil bis nach Amerika. Vielleicht sollte man besser sagen: Der Bundesfinanzminister ist jetzt im Herzen der aktuellen Krise angekommen, in Washington. Wenige Schritte vom Weißen Haus entfernt treffen sich in diesen Tagen Politiker aus aller Welt, um über die politischen und ökonomischen Folgen des Irankriegs zu beraten.Am Rande des Frühjahrstreffens von Internationalem Währungsfonds und Weltbank macht der SPD-Vorsitzende kein Hehl daraus, wer in seinen Augen für die Misere verantwortlich ist, die die Preise für Öl und Gas in die Höhe treibt, die Verbraucher und Unternehmen belastet und verunsichert und die – je länger sie dauert – die Inflation weiter anheizen und die Notenbanken unter Druck setzen wird, die Zinsen zu erhöhen. Das wird überall in der Welt Wachstum kosten, aber vermutlich besonders in Deutschland, nachdem nach Jahren der Stagnation zuletzt aus der hiesigen Wirtschaft erstmals zaghafte Anzeichen eines Aufschwungs gekommen waren.Der Bundesfinanzminister und Vizekanzler hat keine Scheu, sich zu außenpolitischen Fragen zu äußern, auch nicht in der amerikanischen Hauptstadt. „Ich war nie überzeugt, dass diese militärische Aktion dazu führt, dass Ruhe einkehrt in der Region“, sagt er mit Blick auf den Irankrieg am Rande der Tagung. Und er wird noch deutlicher: „Wir sehen gerade den Scherbenhaufen, der dort angerichtet wurde.“ Klingbeil nennt zwar nicht den amerikanischen Präsidenten beim Namen, aber auch so ist klar, dass er...




