Island: Entdeckung von Stech-Mücken alarmiert Forscher
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Fund im hohen Norden Entdeckung von Stechmücken in Island alarmiert Forscher Drei Ringelmücken 50 Kilometer nördlich von Reykjavík versetzen Island in Aufregung. Noch nie zuvor wurden auf der Insel Stechmücken entdeckt. Forscher fürchten das Einwandern vieler weiterer Arten in die gesamte Arktis. 17.04.2026, 11.39 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Eine Ringelmücke auf einer Blüte Foto: H. Duty / blickwinkel / picture alliance aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Es könnte ein Vorbote einer größeren Umwälzung sein: Der Fund einiger Stechmücken-Exemplare auf der Vulkan- und Eisinsel Island sieht ein Forschungsteam im Journal »Science« als einen Indikator für einen größeren biologischen Wandel in der Arktis. Aufgrund der Erwärmung der Arktis und größerer menschlicher Aktivität bewegen sich Stechmücken und andere Gliederfüßer in der Region demnach auf neue Weise und in neuen Ausmaßen. Das habe große Konsequenzen für die gesamte Umwelt in der Arktis, schreiben die beiden Autorinnen in dem »Science«-Artikel. Zu den Gliederfüßern zählen neben Insekten auch etwa Spinnen, Tausendfüßer und Krebse. Im Oktober 2025 waren in Kjós, etwa 50 Kilometer nördlich der isländischen Hauptstadt Reykjavík, drei Ringelmücken (Culiseta annulata) entdeckt worden. Wie das Isländische Institut für Naturwissenschaften mitteilte, war dies der erste Fund von Stechmücken auf der Insel. Er reiht sich demnach in eine wachsende Zahl neuer Insektenarten ein, die jüngst im Land identifiziert wurden. Art könnte auch unter isländischen Bedingungen überlebenEs sei ungewiss, ob die Stechmücke sich dauerhaft in Island angesiedelt habe, hieß es in der Mitteilung des Instituts. Jedoch deute alles darauf hin, dass die auch in Deutschland heimische Art unter isländischen Bedingungen überleben könne. Die Arktis erwärme sich viermal so schnell wie der Rest der Welt, schreiben die Autorinnen des »Science«-Artikels. »Der Schnee schmilzt früher, die Sommer werden länger, und Störungen wie Waldbrände treten häufiger auf.« Dies alles habe unter anderem Folgen für dort lebende Vögel und Rentiere, betonen die US-Wissenschaftlerinnen Amanda Koltz (University of Texas) und Lauren E. Culler (Dartmouth College in Hanover). Mehr zum Thema Zwei Weibchen und ein Männchen: Erstmals Stechmücken in Island entdeckt Invasives Insekt: Asiatische Tigermücke könnte sich auch im Norden verbreiten Wenn etwa das Vorkommen von Insekten aufgrund der klimatischen Veränderungen seinen Höhepunkt erreiche, bevor die Küken der dort brütenden Vögel geschlüpft seien, gebe es für Letztere nicht genügend Nahrung. Rentiere litten unter den vermehrten Insektenstichen, was ihren Energieverbrauch erhöhe und somit unter anderem ihre Fortpflanzung beeinträchtige. Die Autorinnen plädieren dafür, die Beobachtung von Stechmücken und anderen Gliederfüßern in der Arktis besser zu koordinieren. sol/dpa Startseite Feedback


