Irankrieg: 47 Jahre Feindschaft
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Irankrieg : 47 Jahre FeindschaftVon Friederike Böge, Istanbul25.04.2026, 14:06Lesezeit: 8 Min.Bildbeschreibung ausklappenAufstand gegen den Hegemon: Während 1979 in der amerikanischen Botschaft in Teheran Diplomaten festgehalten werden, verbrennen draußen iranische Studenten die Flagge der Vereinigten Staaten.Rudolf Rohr/Camera Press/LaifDas Misstrauen aus Jahrzehnten macht die Verhandlungen zwischen den USA und Iran so schwierig. Das Geiseldrama von 1979 prägt bis heute Amerikas Blick auf Teheran.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Für Barry Rosen ist Iran weit mehr als ein paar abstrakte Schlagzeilen in der Zeitung. Iran ist sein Lebensthema. „Ich war in meinen Dreißigern, als iranische Studenten mich in einen Raum zerrten und mir sagten, ich würde nirgendwo mehr hingehen“, schreibt der frühere Presseattaché der amerikanischen Botschaft in Teheran. 444 Tage lang war er dort nach der Revolution von 1979 gefangen, gemeinsam mit 51 anderen Diplomaten. Rosen wurde Scheinhinrichtungen unterzogen. Fanatische Studenten wollten ihn als „Spion und Verschwörer“ vor ein Revolutionsgericht stellen, weil sie glaubten, Washington plane eine Konterrevolution. Nach seiner Freilassung im Januar 1981 verbrachte Rosen die nächsten Jahrzehnte damit, zu verstehen, „was zwischen unseren beiden Ländern passiert ist – und noch immer passiert“. Wie sehr ihn das 47 Jahre später noch beschäftigt, kann man in diesen Tagen auf der Plattform X nachlesen. In den Sechzigerjahren, als Iran noch ein wichtiger Verbündeter der Vereinigten Staaten war, hatte der jüdische Amerikaner das Land als freiwilliger Helfer des Peace Corps bereist und war begeistert. Heute schreibt er Sätze wie: „Meine Knochen wissen, dass auch ein weiterer Krieg Iran nicht brechen wird. Ich habe diese Sturheit 444 Tage aus nächster Nähe beobachtet.“ Rosen sagt voraus, dass der Irankrieg nicht mit einem Friedensabkommen enden werde, sondern in einem Zustand, der weder Krieg noch Frieden sei. Das Erg...





