Iran-USA-Krieg: Die »Lego-Offensive« im Netz
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Irankrieg Was hinter der »Lego-Offensive« im Netz steckt Satire oder Propaganda? Die iranische Gruppe »Explosive Media« flutet das Netz mit KI-Animationen samt Soundtrack auf Spotify. Eine Strategie, der die Trump-Regierung bisher wenig entgegenzusetzen hat. Von Janita Hämäläinen 28.04.2026, 15.42 Uhr 2 Min Zur Merkliste hinzufügen X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bereich Lesen Sie hier das Videotranskript aufklappen Die Trolle werden immer schneller: Nur wenige Stunden nach dem Ereignis wurde der Anschlagsversuch beim Korrespondentendinner in Washington schon im sogenannten »Lego-Stil« kommentiert. Die KI-generierte Lego-Satire aus Iran ist ein eigener Trend im Netz geworden. Im Visier: Trump und die US-Regierung. David Gilbert, Experte für Desinformation/Wired »Die Geschwindigkeit ist der entscheidende Faktor. Sie reagieren in Echtzeit auf das, was vor Ort geschieht. So etwas haben wir in diesem Ausmaß bisher noch nicht gesehen.« Hinter dem Trend der Lego-Videos steckt die Gruppe »Explosive Media«, die sich als »unabhängig« bezeichnet – obwohl sie zugegeben hat, dass »auch« die iranische Regierung zu ihren Kunden gehöre. Die Gruppe produziert seit Kriegsbeginn regelmäßig Inhalte. Und: Sie kann diese trotz einer Internet-Sperre in Iran posten. Laut eigenen Angaben besitzt die Gruppe dafür eine Lizenz als »Nachrichtenmedium«. Ein Privileg, das nicht ohne gute Beziehungen zu den Herrschenden gewährt wird. David Gilbert, Experte für Desinformation/Wired »Inwieweit die Produktion von "Explosive Media" mit der iranischen Regierung abgestimmt ist, wissen wir nicht genau, aber es ist klar, dass diese davon Kenntnis hat, sie gebilligt hat und sie für eine gute Sache hält.« Pro-iranische Propaganda, verpackt in durch und durch westliche Ästhetik. Die Soundtracks zu den Lego-Videos bieten die Entwickler inzwischen sogar auf Spotify an. Auf anderen Plattformen wie YouTube oder Instagram wurden ihre Inhalte gesperrt – wegen Irreführung. Wo die Grenze zwischen Satire und Propaganda oder gar Hetze liegt, ist schwer zu definieren. Klar ist, dass die Videos eine wachsende Anzahl von Menschen erreichen – und manch einen davon vielleicht auch politisch beeinflussen. Das weiß nicht nur Iran, sondern auch die Trump-Regierung, die ja gern selbst mit Memes arbeitet – schließlich möchte man den Kampf auch im Internet gewinnen. Bislang allerdings ohne großen Erfolg. Mehr zum Thema Schüsse und Evakuierung: Der Anschlagsversuch – Ausschnitte aus dem Livestream von der Gala Clips im Lego-Stil: Wie Iran die USA auf dem Meme-Schlachtfeld schlägt Von Oliver Kaever KI-Video: Deutscher Creator macht Trump-Spott zum Geschäftsmodell Startseite Feedback




