Internetsperre in Iran: Seit 60 Tagen ohne Whatsapp, Instagram und Google
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Internetsperre in Iran : Seit 60 Tagen ohne Whatsapp, Instagram und GoogleVon Friederike Böge, Istanbul27.04.2026, 19:43Lesezeit: 4 Min.Bildbeschreibung ausklappenSeit Monaten vom globalen Internet abgeschnitten: Eine Frau im April in Teheran.ReutersSeit Kriegsbeginn ist in Iran das Internet gesperrt. Wer Zugang will, muss viel Geld zahlen. Viele Iraner fürchten, dass es dauerhaft so bleiben könnte.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Beim Thema Internet macht Irans Präsident Massud Peseschkian keinen Hehl daraus, dass er mit den neuen Machthabern in der Revolutionsgarde über Kreuz liegt. „Der Präsident ist strikt dagegen, den Zugang der Menschen zum weltweiten Internet einzuschränken“, schreibt der stellvertretende Kommunikationsdirektor im Präsidialamt, Mohammad Mehdi Tabatabai, auf der Plattform X.Allerdings hat der Präsident in dieser Frage nichts zu sagen. Das gesteht auch Tabatabai zu. Die Sicherheitsbehörden betrachteten es als Risiko, das Internet unter Kriegsbedingungen wieder zu öffnen, schreibt er. Sie haben das letzte Wort. Seit nunmehr 60 Tagen haben die Iraner keinen freien Zugang zu ausländischen Diensten wie Whatsapp, Instagram, Telegram, X, Youtube und Google.Tabatabai wirft dem Nationalen Sicherheitsrat, dem Ministerium für Kommunikation und der Cyber-Behörde vor, der Öffentlichkeit die Gründe für die Einschränkungen nicht erklärt zu haben. Die Iraner haben sich längst ihren eigenen Reim darauf gemacht. Viele fürchten, dass die Machthaber das Land dauerhaft vom weltweiten Web abkoppeln könnten, um den Informationsfluss zu kontrollieren – nach dem Vorbild Chinas. Und sie sind überzeugt, dass die Revolutionsgarde kräftig mitverdient an den teuren Softwarelösungen, mit denen sich die Internetblockade umgehen lässt.Iraner fürchten, dass der Staat mitliestDazu gibt es mittlerweile mehrere Wege – und sie alle kosten viel Geld. Da ist zum einen das „Internet Pro“, das die führenden Telekommunikationsanbieter mit staatlicher Gene...





