Hausbesuche und Streit um Lohn für Kranke - So drückt Tesla den Krankenstand in Grünheide
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Hausbesuche und Streit um Lohn für Kranke: So drückt Tesla den Krankenstand in GrünheideTesla-Werk in Grünheide: Krankenstand gesunken, doch das Vorgehen sorgt für KritikFoto: Patrick Pleul/dpaJasperBitter27.04.2026 - 10:38 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenGrünheide – Tesla fährt den Krankenstand in seiner Deutschland-Fabrik drastisch runter, doch der Preis dafür sorgt für Ärger. In Grünheide bei Berlin liegt der Anteil krankgemeldeter Mitarbeiter inzwischen bei unter fünf Prozent. Vor knapp zwei Jahren waren es zeitweise noch rund 17 Prozent. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, greift der US-Autobauer dabei zu teils harten Maßnahmen: Krankgeschriebene Mitarbeiter wurden in der Vergangenheit sogar unangekündigt zu Hause besucht. Zudem stellt Tesla in mehreren Fällen die Lohnfortzahlung ein, mit der Begründung: keine fortgesetzte Erkrankung.Kein Lohn mehr bei Krankheit?Demnach verschickt Tesla auch interne Briefe an Mitarbeiter. Darin heißt es: „Keine weitere Entgeltfortzahlung“. Heißt konkret: Wer wieder krank wird, bekommt im Zweifel kein Geld mehr. Die Betroffenen sollen laut dem Bericht genau erklären, was ihnen fehlt. Außerdem sollen sie ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.Arbeitsrechtler schlagen Alarm. Die Forderungen gingen zu weit, sagt der Bonner Professor Gregor Thüsing. Niemand müsse seine Diagnose offenlegen. Schon 2024 musste Tesla nach Druck der IG Metall zurückgehaltene Lohnzahlungen in Höhe von rund 160.000 Euro nachzahlen. Der Konflikt zwischen Management und Belegschaft schwelt damit weiter.Teslas neue Werk-KulturTesla selbst sieht das ganz anders. Im Werk sei ein neuer „Geist“ entstanden, heißt es. Mit Extras wie Aktienprogramm, Fitnessstudio und weiteren Angeboten für Mitarbeiter wolle man die Motivation steigern. Der niedrige Krankenstand im Unternehmen sei ein Zeichen dafür, dass sich die Kultur im Werk verändert habe.Auch die Zahlen geben Tesla Rückenwind: Die Nachfrage zieht an, die Produktion soll steigen. Bis Ende Juni...





