Gipfel in Eriwan: Warum die EU auf Armenien setzt
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Gipfel in Eriwan : Warum die EU auf Armenien setztVon Thomas Gutschker, Brüssel05.05.2026, 17:09Lesezeit: 3 Min.Bildbeschreibung ausklappenSchulterschluss in Eriwan: Costa, Paschinjan und von der Leyen am Dienstag beim Gipfeltreffen in EriwandpaArmenien löst sich von Russland und strebt gen Westen. Das Land liegt an einer neuen Handelsroute, der Brüssel strategische Bedeutung beimisst.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Die Spitzenvertreter der Europäischen Union waren am Dienstag voll des Lobes für Armenien und seinen Regierungschef Nikol Paschinjan. „Du hast zwar die Lage Armeniens nicht verändert, aber du hast die Verhältnisse in deinem Land grundlegend verändert“, sagte EU-Ratspräsident António Costa nach dem ersten Gipfeltreffen der EU und Armeniens in dessen Hauptstadt Eriwan. „Ich möchte deine Vision von einem demokratischen, widerstandsfähigen und prosperierenden Armenien würdigen.“Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte die „Samtene Revolution“ von 2018, die Paschinjan und seine Partei Zivilvertrag an die Macht gebracht hatte. Das Land habe damit seine Bindung an europäische Werte bewiesen, sagte sie. Nun soll diese Partnerschaft auf ein neues Niveau gehoben werden.Zu diesem Zweck unterzeichneten beide Seiten eine sogenannte Konnektivitätspartnerschaft, die sich auf die Bereiche Verkehr, Energie und Digitales bezieht und eine Zusammenarbeit zum wechselseitigen Vorteil sein soll. So will Brüssel eine Initiative der armenischen Regierung von 2023 („Crossroads of Peace“) fördern, mit der die Verbindungen zu den Nachbarstaaten Aserbaidschan und Türkei wiederhergestellt und modernisiert werden. Sie fügt sich zugleich in ein Leuchtturmprojekt des Global-Gateway-Programms der EU ein, nämlich die Eröffnung eines neuen Handelskorridors zwischen der EU und Zentralasien sowie China, der Russland umgeht.Der Mittelkorridor beschleunigt den HandelDieser sogenannte Mittelkorridor ist rund 4000 Kilometer lang, zwischen dem westliche...





