FCAS: Macron sieht milliardenschweres Luftkampfprojekt weiter auf Kurs
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Europäische Rüstungszusammenarbeit Macron hält Kampfjet-Projekt FCAS nicht für gescheitert Trotz monatelanger Spannungen: Frankreichs Präsident erklärt nach Gesprächen mit dem Bundeskanzler, das milliardenschwere Luftkampfprojekt FCAS sei keineswegs vom Tisch. Merz äußerte sich indes nicht. 24.04.2026, 10.16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Modell eines künftigen europäischen Kampfjets bei der Präsentation 2019 Foto: Benoit Tessier / Reuters / AP / dpa Deutschland und Frankreich ringen weiter um die Umsetzung des milliardenschweren Luftkampfprojekts FCAS. Auf die Frage, ob das gemeinsame Vorhaben gescheitert sei, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Nikosia: »Nein, überhaupt nicht.« Er habe ein gutes Gespräch dazu mit Bundeskanzler Friedrich Merz gehabt. Man habe die Verteidigungsministerien beauftragt, in den kommenden Wochen an verschiedenen Achsen und unterschiedlichen Themen zu arbeiten. Dabei gehe es nicht nur um das Kampfjet-Projekt. Macron betonte: »Europa hat Einigkeit, mehr Unabhängigkeit und mehr Souveränität nie so sehr gebraucht wie jetzt.« Merz äußerte sich nach dem Gespräch nicht. Das größte und teuerste RüstungsprojektFCAS steht für »Future Combat Air System« und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und wäre insofern mehr als ein Kampfflugzeug. Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst. Seit Monaten ringen beide Regierungen darum, den Streit zwischen Dassault Aviation auf französischer Seite und Airbus für Deutschland und Spanien bei der geplanten Entwicklung des »Future Combat Air System« (FCAS) als wichtigstes europäisches Rüstungsprojekt aufzulösen. Dassault hatte überraschend einen größeren Arbeitsanteil an dem multilateralen Projekt gefordert. Die von beiden Regierungen eingesetzten Mediatoren hatten ihre Arbeit erfolglos beendet. Dennoch hatte die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin gesagt, dass man weitere Zeit brauche. Mehr zum Thema Europäische Verteidigungspolitik: Merz und Macron begreifen den Ernst der Lage nicht Der SPIEGEL-Leitartikel von Marina Kormbaki Deutsch-französische Kooperation: Er kennt sich mit Panzern aus. Jetzt soll er für den Kanzler das Kampfjet-Projekt FCAS retten Von Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger Streit über Rüstungsvorhaben FCAS: Letzte Frist für deutsch-französisches Kampfjetprojekt Von Paul-Anton Krüger Während die Bundesregierung auf eine baldige Entscheidung dränge, versuche die französische Seite, ein mögliches Aus für das Milliardenprojekt immer wieder hinauszuzögern, hieß es in Verhandlungskreisen. Möglich ist auch, dass die drei Länder eine gemeinsame Plattform für den Einsatz künftiger Flugzeuge und Drohnen entwickeln, Dassault und Airbus dann aber darunter verschiedene Kampfjets bauen. Die französische Seite möchte etwa ein Kampfflugzeug, das auch atomar bewaffnet werden und auf Flugzeugträgern landen kann. Für die europäische Rüstungszusammenarbeit und das deutsch-französische Verhältnis wäre ein Scheitern ein herber Rückschlag. fhi/AFX/dpa Startseite Feedback




