„Falsche Signale!“ - Landärztin zerreißt Warkens Gesundheitsreform
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„Falsche Signale!“: Landärztin zerreißt Warkens Gesundheitsreform Gesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU) muss ihre Gesundheitsreform rechtfertigenFoto: Christian FischerJanSchumann29.04.2026 - 20:55 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenMechterstädt (Thüringen) – Nachdem Gesundheitsministerin Nina Warken (46, CDU) ihre Großreform der gesetzlichen Kassen am Mittwoch durchs Kabinett bekommen hat, stellte sie sich am Abend in Thüringen der Basis.Bei einem Bürgerdialog (250 Gäste) im 900-Einwohner-Dorf Mechterstädt, in dem es immer noch eine Hausarztpraxis und eine Apotheke gibt. Eine absolute Ausnahme auf dem Land im Osten. Trotzdem hagelte es Kritik.Widerspruch kam u.a. von Landärztin Dr. Annette Rommel, die im Ort über 30 Jahre eine Hausarztpraxis betrieb und seit zwölf Jahren Chefin der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen ist. Ihr Vorwurf: „Sparmaßnahmen müssen sein, aber an der einen oder anderen Stelle setzt das Gesetz falsche Signale, weil Leistungsbringer besonders belastet werden. Der ambulante Bereich muss 97 Prozent aller Behandlungsfälle übernehmen, mit 1,5 Millionen Arzt-Patienten-Kontakten im Jahr. Das ist Wahnsinn. Und dafür haben wir nur 16 Prozent der Kosten im Gesundheitswesen.“Die Chefin der KV Thüringen, Dr. Annette Rommel, betrieb über 30 Jahre eine Hausarztpraxis in MechterstädtFoto: Christian FischerDie Allgemeinmedizinerin weiter: „Zeitnahe Termine werden nicht mehr aufrechtzuerhalten sein. Da wir mit dem bisherigen Geld Kapazitäten aufgebaut haben, die wir jetzt nicht mehr sicherstellen können.“ Warken konterte: „Es gab dazu einen Auftrag vom Bundesrechnungshof, das anders zu regeln. Weil das Geld nicht richtig angelegt war, auch wenn das die Ärzte anders sehen.“„Kampfansage an die Beschäftigten im Gesundheitswesen“Auch Rainer Poniewaß von der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen (40 Kliniken) äußerte seinen Unmut: „Durch die Reform stehen den Krankenhäusern allein für das Jahr 2027 zwischen 6 und 7 Prozent weniger Budget als...



