Evolution im Zeitraffer: Wie sich Pflanzen ans Klima anpassen oder aussterben
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Evolution im Zeitraffer : Wie sich Pflanzen ans Klima anpassen oder aussterben06.04.2026, 07:30Lesezeit: 2 Min.Bildbeschreibung ausklappenZart, aber anpassungsfähig: die AckerschmalwandNiek ScheepensWie gut kommen Blütenpflanzen mit unterschiedlichen Klimabedingungen zurecht? Das wollten Frankfurter Biologen mit einem Langzeitexperiment herausfinden. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Pflanzen können sich schnell an Klimaveränderungen anpassen – diese können aber auch rasch zum Aussterben führen, wenn es an genetischer Vielfalt fehlt. Dies zeigt ein Experiment, mit dem Biologen der Uni Frankfurt zusammen mit Kollegen aus den USA und Frankreich die Evolution sozusagen im Zeitraffer nachgestellt haben.Die Forscher säten Samen der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) an 30 Orten mit unterschiedlichem Klima aus – von den Alpen bis zur Negevwüste. An jedem Ort wurden je zwölf Beete kultiviert. Jährlich wurden den Pflanzen Gewebeproben für Genanalysen entnommen. Der Versuch begann 2017; ein US-amerikanisches Team hat nun die Proben der ersten drei Jahre untersucht.Millionen Veränderungen im ErbgutIn den meisten Klimazonen haben die Populationen überlebt und sich den Umweltbedingungen angepasst. Im Erbgut kam es zu Millionen von Veränderungen; die Mutationen in einem bestimmten Klima ähnelten einander und betrafen zum Beispiel Gene, die die Trockentoleranz oder die Blütezeit beeinflussen.Vor allem an besonders heißen und trockenen Orten starben jedoch einige der zwölf Arabidopsis-Populationen aus. Die Pflanzen entwickelten sich dort genetisch in sehr unterschiedliche Richtungen. Da die Anzahl der Gewächse je Beet recht klein war, führten nach Ansicht der Forscher zufällige genetische Veränderungen im ungünstigsten Fall zum Untergang der Population.Mehr zum ThemaTrotz starker SchädenHoffnung für den hessischen Wald





