Entlassungen drohen - Teuer-Tanken macht Pächter arm
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Klingt verrückt, ist aber wahr: Teuer-Spritpreis macht die Tankstellen armTankstellenpächter Steven Gröbler (39) fürchtet, dass er bald einigen seiner Beschäftigten kündigen muss. In Berlin gibt es rund 360 Tankstellen, bundesweit 14.000Foto: Hildburg BrunsHildburgBruns05.04.2026 - 13:09 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenBerlin – Klingt verrückt und paradox: Je höher die Spritpreise, desto schlechter geht’s den Tankstellenpächtern. Jetzt drohen Entlassungen von Angestellten und für die Kunden kürzere Öffnungszeiten. An der Kasse versüßt Steven Gröbler (39) jedem Kunden die aktuelle Spritrechnung mit Fruchtbonbons. „Das senkt das Aggressionspotenzial“, sagt der gelernte Kfz-Mechaniker, der seit fünf Jahren eine Tankstelle an der Reichsstraße (Charlottenburg) betreibt. Alles andere als süß sieht der Pächter die wirtschaftliche Zukunft. Mit den Teilzeitkräften seiner zehn Mitarbeiter hat er schon über drohende Entlassungen gesprochen.„Das Kaufverhalten hat sich geändert. Früher hat einer für 80 Euro getankt, Cola, Kaugummi und einen Schokoriegel gekauft. Jetzt zahlt er weit über 100 Euro, kann sich nichts mehr leisten“, sagt Gröbler. Sein Umsatz an Nebenprodukten ist bereits um 25 Prozent zurückgegangen.Shop-Umsatz geht rapide zurückDas Problem: Die Einnahmen für den Sprit gehen nahtlos an die jeweilige Mineralölgesellschaft. Dagegen bekommen Pächter einen festen Betrag pro Liter (0,8 bis 1,23 Cent), der nicht vom Verkaufspreis abhängt. „Diese Provision ist bei mir vierstellig. Davon kann ich nur einen Mitarbeiter, Strom, Kassenbonrollen und mir etwas zahlen. Alles andere, vor allem das weitere Personal, muss der Shop einbringen“, so der Berliner. Auf die Sprit-Provision entfielen bei Gröbler bislang nur 8 Prozent des Gewinns, aufs Nebengeschäft des Shops 92 Prozent.Besonders arm dran sind die 50 bis 70 deutschen Tankstellen Richtung polnische Grenze. Ihre bisherige Kundschaft steht Schlange vor den Billigtanken im Nachbarland. Nur noch jede zehnte Tankste...



