Druschba-Pipeline: Warum nun Öl fließt
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Druschba-Pipeline : Warum nun Öl fließt Ein Kommentar von Stephan Löwenstein23.04.2026, 06:31Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenOrbán und Selenskyj, hier auf einem Archivbild 2023 auf dem EU-Gipfel in SpaniendpaDie ukrainische Klempnerarbeit an der Ölleitung aus Russland gehorchte offensichtlich einem politischen Zeitplan. Kiew setzte Budapest unter Druck. Im Alleingang? Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Dass die Ukrainer ein Vierteljahr an der Druschba-Leitung flicken mussten, damit endlich wieder russisches Öl nach Ungarn fließen kann, glaubt kein Mensch. Die Klempnerarbeit an der Pipeline gehorchte offensichtlich einem politischen Zeitplan.Auf dem stand am vorvergangenen Wochenende die Parlamentswahl in Ungarn, aus welcher der Oppositionskandidat Péter Magyar siegreich hervorging. Viktor Orbán, der seit Jahren eine russlandfreundliche Politik treibt, wurde abgewählt.Für Orbán war es ErpressungOb der Druck, der durch die defekte Ölleitung entstanden ist, dazu beigetragen hat, ist schwer zu messen; wahrscheinlich nicht sonderlich. Aber so gemeint war es gewiss. Womöglich im Einvernehmen mit Brüssel und wem noch.Orbán hatte auf das von ihm als Erpressung wahrgenommene ukrainische Verhalten damit reagiert, dass er einen eigentlich längst zugesagten 90-Milliarden-Kredit der EU für Kiew blockierte. Bemerkenswert ist, dass er jetzt, da er als abgewählter Ministerpräsident nichts mehr zu verlieren hätte, zu seinem Wort steht: Fließt Öl, gibt er grünes Licht. Das ändert nichts daran, dass er sich gegenüber der Ukraine seit 2014 feindselig und innerhalb der EU illoyal verhalten hat.Mehr zum Thema90 Milliarden Euro Kredit der EUÖllieferung durch Druschba-Pipeline wieder aufgenommen



