BILD am Flüchtlings-Hotspot Kreta - Drohne macht Jagd auf Schleuser im Mittelmeer
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BILD am Flüchtlings-Hotspot Kreta: Drohne macht Jagd auf Schleuser im MittelmeerMariusz Kawczynski, Leiter des „Frontex Operations Center“, verantwortet die Einsätze der „Heron“-Drohne. Hier ist er auf dem Stützpunkt auf KretaFoto: Stefan Hesse/BILDPeterHell09.04.2026 - 12:13 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenHeraklion (Kreta) – Schon wieder gab es Tote und Vermisste, aber das bekommt kaum noch jemand mit. Für etwa zwei Dutzend Migranten, die Mitte Februar in einem überfüllten Boot von Libyen (Nordafrika) nach Kreta flüchten wollten, kam jede Hilfe zu spät. Auch aus der Luft. Der Flüchtlingsstrom aus Afrika Richtung griechische Inseln reißt nicht ab. Gerade einmal 300 Kilometer sind es von der libyschen Küste bis zur Südküste Kretas. Laut Grenzschutzagentur Frontex schafften im vergangenen Jahr knapp 20.000 Menschen die lebensgefährliche Überfahrt. Bis zu 10.000 Euro kassieren Schlepper für einen Platz in den überfüllten Booten. Ein Millionengeschäft, mit oftmals tödlichem Ausgang. Im Jahr 2025 zählten die Behörden 107 Tote in Griechenlands Gewässern, die Dunkelziffer der vor allem aus dem Sudan, Nordafrika, Afghanistan oder Syrien stammenden Opfer dürfte weitaus höher liegen.4 Mio.-Drohne überwacht die KüsteZu weit ist das Meer zwischen Nordafrika und Europa, zu unübersichtlich, um alle Boote aufzuspüren. Deshalb nähert sich Frontex dem Problem auch aus der Luft: mit einer israelischen „Heron“-Drohne (8,5 Meter lang, 16,6 Meter Spannweite, 1150 Kilo schwer), die bis zu 200 km/h schnell fliegen und 20 Stunden in der Luft bleiben kann. Je nach technischer Ausstattung kostet so eine Drohne mehr als 4 Millionen Euro. Wir, die BILD-Reporter, haben die Grenzschützer bei ihrer Arbeit begleitet.Die Drohne filmte dieses Flüchtlingsboot am 5. Juli 2025 vor der Küste Kretas – nur einer von 160 EinsätzenFoto: FrontexDrohne wird aus 2000 Kilometer Entfernung gelenktDie Einsatzbilder der Drohne werden im Frontex-Operation-Center im fast 2000 Kilometer entfernten War...





