Betrug am Mount Everest - Bergsteiger krank gemacht, um sie teuer zu retten
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Betrug am Mount Everest: Bergsteiger krank gemacht, um sie teuer retten zu können Die Betrüger provozierten Rettungshubschrauber-Einsätze, rechneten diese mehrfach abFoto: picture-alliance/dpaMarkusLangner04.04.2026 - 13:31 Uhr TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenKathmandu (Nepal) – Knapp 15.000 Euro für die Genehmigung, dazu Flüge, Sherpas, Ausrüstung. Wer den Mount Everest in Nepal besteigen will, braucht nicht nur eine gute Kondition. Er braucht vor allem Spielraum auf dem Konto oder eine gute Versicherung. Das wussten offenbar auch ein kriminelles Netzwerk.Sherpas sollen Bergsteiger zum Schein vergiftet haben. Im Anschluss wurden teure Rettungsflüge oder fingierte Arztrechnungen abgerechnet. Über die perfide Masche der „Himalaya-Mafia“ in Nepal berichtete zuerst die „Kathmandu Post“. Demnach mixten Führer und Sherpas Bergsteigern heimlich Backpulver bzw. Natron ins Essen oder ein Medikament namens Diamox ins Wasser. Damit wurden die oft auf 3000 Meter Höhe auftretenden leichten Symptome der Höhenkrankheit (Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden) scheinbar verstärkt. Den verunsicherten Expeditionsteilnehmern erzählten die Führer schließlich, sie seien in Lebensgefahr.Bergsteiger am Mount EverestFoto: Rizza Alee/dpaSo funktionierte der BetrugDie fühlten sich unter Druck gesetzt, stimmten teuren Hubschrauberrettungsflügen nach Kathmandu zu. Ein Hubschrauber brachte mehrere Menschen in die Klinik. Bei den Versicherungen wurde später mit gefälschten Dokumenten für jeden Patienten ein separater Flug abgerechnet. In der Klinik selbst schrieben laut Zeitungsartikel in den Betrug involvierte Mediziner und Manager gefälschte Krankenakten. So wurden Klinikaufenthalte dokumentiert, die es nie gegeben hat, weil die Patienten längst entlassen waren. In einem Fall habe ein Betrüger sogar ein eigenes Röntgenbild der Akte eines angeblichen Patienten hinzugefügt.Insgesamt soll das Netzwerk Versicherungen weltweit um umgerechnet mehr als 17 Millionen Euro betrogen habe...




