Ansatz für Therapie: Wie Leukämiezellen die Grippe bekommen
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Ansatz für Therapie : Wie Leukämiezellen die Grippe bekommen21.04.2026, 08:24Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenKönnen sich durch ein Abwehrprogramm selbst eliminieren: Krebszellen bei akuter myeloischer LeukämieMauritiusAkute myeloische Leukämie ist schwer zu behandeln. Mainzer Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem sich die Selbstzerstörung der Blutkrebszellen fördern lässt.Zusammenfassung Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Durch die Hemmung bestimmter Proteine lassen sich Leukämiezellen so sehr schwächen, dass sie sozusagen die „Grippe“ bekommen und absterben. Das haben Forscher des Mainzer Uniklinikums herausgefunden. Die Wissenschaftler untersuchten in Zellkulturen und Tierversuchen das Wachstum der Tumorzellen bei akuter myeloischer Leukämie. Diese Form von Blutkrebs ist besonders aggressiv.Wurden gezielt die Proteine p300 und CBP blockiert, die für das An- und Ausschalten bestimmter Gene zuständig sind, begann ein zelleigenes Abwehrprogramm anzulaufen. Es aktiviert Gene, die normalerweise an der Bekämpfung von Virusinfektionen beteiligt sind. Dies führt dazu, dass die Krebszellen ihr Wachstum einstellen und schließlich wie bei einer schweren Grippe absterben. Besonders empfindlich reagierten die Tumorzellen, wenn die Proteinhemmung mit der Gabe von Interferon-alpha verbunden wurde, einem körpereigenen Abwehrstoff gegen Viren und Tumore.Nach Einschätzung der Forscher könnte ihre Entdeckung den Weg zu neuen Kombinationstherapien öffnen, die sich die „Selbstabwehr“ der Blutkrebszellen zunutze machen. Bisher sind die Heilungschancen der akuten myeloischen Leukämie vor allem bei älteren Patienten schlecht. Nur rund 30 Prozent der Erkrankten sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.Mehr zum ThemaNeues MedikamentLeukämie bei Downsyndrom schonender behandeln





