„Allmende“-Gedenkausgabe: Erdbeeren und Bordeaux
✨ AI Summary
🔊 جاري الاستماع
„Allmende“-Gedenkausgabe : Erdbeeren und BordeauxVon Jan Wiele07.05.2026, 07:36Lesezeit: 1 Min.Bildbeschreibung ausklappenDer Literaturwissenschaftler und Vermittler Hansgeorg Schmidt-Bergmann (1956 bis 2025) im Museums für Literatur am Oberrhein, aufgenommen 2014Picture AllianceWenn ein Mensch stirbt, stehen wir mit leeren Händen da: Die Zeitschrift „Allmende“ gedenkt ihres langjährigen Herausgebers Hansgeorg Schmidt-Bergmann mit einem Sonderheft. Anhören Merken TeilenVerschenkenDrucken Zur App Hansgeorg Schmidt-Bergmann wird schmerzlich vermisst. Der Karlsruher Literaturwissenschaftler hat die Zeitschrift „Allmende“ zwar nicht begründet, aber seit 2003 herausgegeben und damit durchaus zu „seiner“ gemacht. Im vergangenen September ist Bergmann unerwartet gestorben.„Allmende“. Zeitschrift für Literatur Nr. 116.Mitteldeutscher VerlagNun ist etwas verspätet die Ausgabe 116 der Zeitschrift erschienen, aber das Warten hat sich gelohnt: Sie enthält Würdigungen Bergmanns durch Wegbegleiter, darunter nicht nur Schriftsteller wie Peter Stamm, Markus Orths und Björn Kern, Literaturvermittler, Wissenschaftler und Journalisten, sondern etwa auch die Politikerin Ricarda Lang.Sie wurde 2012 am Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen mit dem Scheffel-Preis ausgezeichnet, den Schmidt-Bergmann als Vorsitzender der Scheffel-Gesellschaft mit vergeben hat. Lang hofft, dass literarisches Schreiben auch Klassengrenzen überwinden könne.Der Wallstein-Verleger Thedel von Wallmoden erinnert an Schmidt-Bergmanns Programmarbeit, die immer geprägt gewesen sei von geschichtlichen und ästhetischen Kategorien, und leitet daraus ein heute mutiges Credo ab: „Literaturvermittlung ist ohne die literarische Tradition nicht denkbar.“Mehr zum ThemaSchmidt-Bergmann gestorbenKarlsruhes guter Literaturgeist

